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Abteilung

Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Die Zielsetzung der Abteilung liegt in der Grundlagenforschung zu aktuellen, zukunftsgerichteten Fragestellungen rund um den Schutz immaterieller Güter wie etwa Erfindungen oder Schöpfungen sowie zur rechtlichen Regulierung von Wettbewerbsmechanismen und -verhalten. Ausgangspunkt für die Definition der Forschungsthemen des Instituts sind in erster Linie phänomenologische Fragestellungen, aus denen bestimmte, längerfristig beobachtete Forschungsfelder gebildet werden. Innerhalb dieser Forschungsfelder ermittelt das Institut mittelfristig variable Forschungsschwerpunkte innerhalb welcher verschiedene Arten von teilweise interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekten angesiedelt sind.

 

Forschungsfeld
Gesellschaftlicher Beitrag und Legitimität von Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Funktionen, Zielsetzungen, Werte und Wertungskriterien

 

Forschungsschwerpunkt
Schutzgrenzen im Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Akzeptanz von Immaterialgüterrechten

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht zwischen Markt und Regulierung

 

Forschungsschwerpunkt
Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen der Pharmaindustrie

 

Forschungsschwerpunkt
Musikmarkt

 

Forschungsschwerpunkt
Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen von Märkten für Informationsgüter und für Informationstechnologien

 

Forschungsschwerpunkt
Sportbereich

 

Forschungsfeld
Kohärenz des Immaterialgüterrechts mit der Wettbewerbsordnung

 

Forschungsschwerpunkt
Justierung der Binnengrenzen und Systemvereinheitlichung im Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Schutzrechtskumulationen

 

Forschungsschwerpunkt
Kohärenz von IP-Rechten und Lauterkeitsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Kohärenz von Kartell- und Lauterkeitsrecht

 

Forschungsfeld
Innovationsförderung durch Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Anreizsysteme

 

Forschungsschwerpunkt
'Grünes' Kartellrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Innovationswettbewerb

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in der Europäischen Union

 

Forschungsschwerpunkt
Unionsrechte und Unionsschutzsysteme

 

Forschungsschwerpunkt
Zielsetzungen der Europäischen Union

 

Forschungsschwerpunkt
Verfahrensrecht

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in einer globalen Rechtsordnung

 

Forschungsschwerpunkt
Die Fragmentierung des Internationalen Immaterialgüterrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Territorialität und ihre Bedeutung für das Internationale Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Globale Wettbewerbsordnung

 

Unternehmerisches Verhalten überschreitet nationale Grenzen, während das Recht weiterhin häufig in den Fesseln des staatlichen Souveränitätsdenkens gefangen bleibt. Diese Diskrepanz hat sich auch nach Jahrzehnten des Nachdenkens über Recht und Globalisierung nicht grundlegend aufgelöst. Zwar führen immer mehr Staaten kartellrechtliche Regeln ein, die sich zudem weitgehend an US- und EU-Recht orientieren. Im globalen Kontext ist es aber weder zu einer Auflösung der Spannungen aus einer parallelen Anwendung der Kartellrechtsregeln noch zur Verabschiedung verbindlicher Regelwerke gekommen. Lediglich auf regionaler Ebene, insbesondere in der EU, wurden wirksame Harmonisierungen und Kooperationsmechanismen etabliert. International ist, erleichtert durch das International Competition Network, eine Konvergenzbewegung festzustellen.

Aus wissenschaftlicher Sicht wurde die Diskussion um eine globale Kartellrechtsordnung unter anderem vom Draft International Antitrust Code beflügelt, der unter maßgeblicher Mitwirkung von Institutsmitgliedern erarbeitet wurde. Die Forschungen zum internationalen Kartellrecht wurden seither durch rechtsvergleichende Studien und spezifische Arbeiten zum internationalen Recht gefördert. Regelmäßig engagieren sich Institutsmitglieder auch bei internationalen Organisationen und beraten Gesetzgeber und Kartellbehörden. Die spezifischen Interessen von Entwicklungsländern spielen dabei eine besondere Rolle.

Im Forschungsschwerpunkt "Globale Wettbewerbsordnung" werden zwei Forschungsansätze verfolgt: Zum einen wird die Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit von Kartellbehörden konstruktiv begleitet. Ziel ist die Erarbeitung kreativer Vorschläge, die aktuelle Probleme der Parallelität von Kartellrechtsregimes lösen. Hier stehen Verfahrensthemen im Vordergrund. Wichtige Tendenzen sind die private Rechtsdurchsetzung oder die Kriminalisierung des Kartellrechts, die im internationalen Kontext neue Fragen aufwerfen. Zum anderen zielen die Forschungen des Instituts darauf ab, in materieller Hinsicht die gemeinsame Basis des Kartellrechts in verschiedenen Jurisdiktionen zu identifizieren. Hier gilt es, auf unterschiedliche Kontexte und Kulturen Rücksicht zu nehmen, ohne ökonomische Erkenntnisse und den Kern des Wettbewerbsgedankens aus dem Blick zu verlieren. Für etablierte westliche Kartellrechtsregimes bedeutet der internationale Austausch im Zweifel auch, sich auf andere Konzepte und Ideen einzulassen.

Wenn sich verfahrensrechtliche Möglichkeiten und normative Grundlagen derart herausarbeiten lassen, wird das Ziel einer globalen Wettbewerbsordnung greifbar: Der längst globalisierten Wirtschaft würde ein globalisiertes Rechtsdenken zur Seite gestellt. Das Kartellrecht als "Grundordnung" der Marktwirtschaft und als Rechtsgebiet mit einem beeindruckenden wissenschaftlichen Konsens ist prädestiniert dafür, einer globalen Rechtsordnung den Weg zu bereiten. Der erste Schritt ist die Erarbeitung von international gültigen normativen Maßstäben für die Bewertung sowohl unternehmerischen Verhaltens als auch kartellrechtlicher Regelungen und Institutionen.

Projekte

Weiteres Forschungsprojekt
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Copyright, Competition and Development

Prof. Dr. Josef Drexl, Doreen Anthony, Dr. Mor Bakhoum, Filipe Fischmann, He Kan, Daria Kim, Dr. Kaya Köklü, Julia Molestina, Moses Muchiri, Dr. Sylvie Nérisson, Souheir Nadde-Phlix, Dr. Gintarė Surblytė, Dr. Silke von Lewinski

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Fusionskontrolle in China

Tingting Zhao

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Merger Regulation in Sub-Saharan Africa: What is the Suitable Regime?

Vincent Angwenyi

 
Geförderte Veröffentlichung
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Pharmaceutical Mergers and their Effect on Access and Efficiency: A Case of Emerging Markets

Vikas Kathuria

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Strafrechtliche Verantwortung von Individuen im internationalen Kartellrecht – Kartellstrafen als Quelle internationaler Verwerfungen

Patrick Hildebrandt

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

The influence of EU Competition law on the Moroccan competition law.

Amine Mansour

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

The Interface of Competition Law and Industrial and Development Policy – The Case of South Africa

Balthasar Strunz

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

The Law of Unilateral Restraints and Market Dominance in Sub-Saharan African Countries: Case Study of South Africa, Zambia and Ethiopia

Zecharias Fassil Berhe

 
Geförderte Veröffentlichung
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Verbraucherdatenschutz: Deutsche Erfahrungen für China

Dr. Ge Jiang

 
Weiteres Forschungsprojekt
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Voluntary licensing for life-saving drugs: Innovative access oriented buisness model or diluting trips flexibilities?

Nisha Gera

 

Forschungsfeld
Rechtsdurchsetzung

 

Forschungsschwerpunkt
Interessensausgleich

 

Forschungsschwerpunkt
Strukturfragen der Rechtsdurchsetzung

 

Forschungsschwerpunkt
Alternative Streitbeilegung

 

Forschungsfeld
Methodische Grundlagen des Kartellrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Ökonomisierung des Kartellrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Methodische Grundsatzfragen des Innovationswettbewerbs