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Abteilung

Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Die Zielsetzung der Abteilung liegt in der Grundlagenforschung zu aktuellen, zukunftsgerichteten Fragestellungen rund um den Schutz immaterieller Güter wie etwa Erfindungen oder Schöpfungen sowie zur rechtlichen Regulierung von Wettbewerbsmechanismen und -verhalten. Ausgangspunkt für die Definition der Forschungsthemen des Instituts sind in erster Linie phänomenologische Fragestellungen, aus denen bestimmte, längerfristig beobachtete Forschungsfelder gebildet werden. Innerhalb dieser Forschungsfelder ermittelt das Institut mittelfristig variable Forschungsschwerpunkte innerhalb welcher verschiedene Arten von teilweise interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekten angesiedelt sind.

 

Forschungsfeld
Gesellschaftlicher Beitrag und Legitimität von Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Funktionen, Zielsetzungen, Werte und Wertungskriterien

 

Forschungsschwerpunkt
Schutzgrenzen im Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Akzeptanz von Immaterialgüterrechten

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht zwischen Markt und Regulierung

 

Forschungsschwerpunkt
Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen der Pharmaindustrie

 

Forschungsschwerpunkt
Musikmarkt

 

Der Musikmarkt befindet sich weltweit in einer Umbruchphase, in der zum Teil schwere Konflikte zwischen den involvierten Interessengruppen zu beobachten sind. Die Tonträgerindustrie beispielsweise leidet seit vielen Jahren an einem kontinuierlichen Umsatzrückgang, den sie vornehmlich auf eine steigende Anzahl von Musikpirateriefällen zurückführt. Zur Abkehr dieses Negativtrends ruft sie daher vehement nach neuen und effizienteren Möglichkeiten der Rechtsdurchsetzung. Verbraucher hingegen beklagen, dass neue technische Möglichkeiten des Musikvertriebs - insbesondere im Hinblick auf die Nutzung von Musikwerken im Internet - nicht hinreichend von der Industrie genutzt wurden bzw. noch immer werden und die geforderten Preise für den Zugang unvermindert zu hoch seien. Dies führen sie in erster Linie auf einen nur unzureichend funktionierenden Wettbewerb zurück. Aber auch die stetig an Bedeutung gewinnenden online content provider (wie YouTube, Facebook etc.) sind von den Veränderungen des Musikmarktes unmittelbar betroffen. Vor allem Verwertungsgesellschaften bzw. Rechteinhaber fordern nicht nur höhere Vergütungszahlungen, sondern auch schärfere Kontrollpflichten des Providers gegen das unautorisierte Bereitstellen von Musikwerken durch die jeweiligen Nutzer. Provider wiederum sehen durch derartige Forderungen ihr Geschäftsmodell als solches und damit insgesamt den technologischen Fortschritt durch das Internet in Gefahr.

Obgleich die geschilderten Probleme des Musikmarktes keineswegs bloß nationaler oder europäischer, sondern im Grunde globaler Natur sind, fällt auf, dass die Auswirkungen der Veränderungen nicht überall gleichermaßen schwer wiegen. Beispielsweise in den USA scheint die Musikindustrie - insbesondere durch steigende Einnahmen im digitalen Musikvertrieb - noch recht gut positioniert zu sein, während die europäische Musikindustrie trotz einer potentiell größeren Nutzerzahl mit Bezug auf diese neuere Nutzertechnologie noch deutlich hinterher hinkt.

Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur. Insbesondere sind innerhalb der Europäischen Union sektorspezifische Strukturprobleme zu erkennen (beispielsweise die territoriale Lizenzierung), die das Funktionieren des Musikmarktes behindern. Diese Strukturprobleme betreffen sowohl immaterialgüterrechtliche als auch wettbewerbsrechtliche Aspekte, was die Frage aufwirft, ob das bestehende Regelungsgefüge, insbesondere im Lichte der Förderung von und des Zugangs zu Kreativität, überhaupt die richtigen Anreize für alle Beteiligten schafft oder ob durch Einschränkungen bzw. Änderungen des Urheberrechts oder mit Mitteln des Kartellrechts eine günstigere Marktordnung für den Bereich "Musik" geschaffen werden könnte, als sie derzeit existiert.

Das Max-Planck-Institut will im Forschungsschwerpunkt "Musikmarkt" insbesondere mit interndisziplinären Ansätzen die Marktmechanismen und das Zusammenspiel der involvierten Institutionen - hierzu zählen staatliche, staatsnahe (etwa Verwertungsgesellschaften) und private Institutionen - analysieren und entsprechende Vorschläge für optimierte Strukturbedingungen des Marktes erarbeiten, wobei auch die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union im globalen Kontext in Frage stehen muss.

Projekte

Weiteres Forschungsprojekt
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

A Comparative Analysis of Music Copyright Reform

Prof. Dr. Qi Xiong

 
Weiteres Forschungsprojekt
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Copyright, Competition and Development

Prof. Dr. Josef Drexl, Doreen Anthony, Dr. Mor Bakhoum, Filipe Fischmann, He Kan, Daria Kim, Dr. Kaya Köklü, Julia Molestina, Moses Muchiri, Dr. Sylvie Nérisson, Souheir Nadde-Phlix, Dr. Gintarė Surblytė, Dr. Silke von Lewinski

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Die Rechtfertigung der Leistungsschutzrechte des Tonträgerherstellers

Hajo Rupp

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Musikurheberrecht im Zeitalter des Internets: Eine rechtsvergleichende Untersuchung des US-amerikanischen, deutschen und russischen Rechts

Nikita Malevannyy

 

Forschungsschwerpunkt
Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen von Märkten für Informationsgüter und für Informationstechnologien

 

Forschungsschwerpunkt
Sportbereich

 

Forschungsfeld
Kohärenz des Immaterialgüterrechts mit der Wettbewerbsordnung

 

Forschungsschwerpunkt
Justierung der Binnengrenzen und Systemvereinheitlichung im Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Schutzrechtskumulationen

 

Forschungsschwerpunkt
Kohärenz von IP-Rechten und Lauterkeitsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Kohärenz von Kartell- und Lauterkeitsrecht

 

Forschungsfeld
Innovationsförderung durch Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Anreizsysteme

 

Forschungsschwerpunkt
'Grünes' Kartellrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Innovationswettbewerb

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in der Europäischen Union

 

Forschungsschwerpunkt
Unionsrechte und Unionsschutzsysteme

 

Forschungsschwerpunkt
Zielsetzungen der Europäischen Union

 

Forschungsschwerpunkt
Verfahrensrecht

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in einer globalen Rechtsordnung

 

Forschungsschwerpunkt
Die Fragmentierung des Internationalen Immaterialgüterrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Territorialität und ihre Bedeutung für das Internationale Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Globale Wettbewerbsordnung

 

Forschungsfeld
Rechtsdurchsetzung

 

Forschungsschwerpunkt
Interessensausgleich

 

Forschungsschwerpunkt
Strukturfragen der Rechtsdurchsetzung

 

Forschungsschwerpunkt
Alternative Streitbeilegung

 

Forschungsfeld
Methodische Grundlagen des Kartellrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Ökonomisierung des Kartellrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Methodische Grundsatzfragen des Innovationswettbewerbs