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Abteilung

Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Die Zielsetzung der Abteilung liegt in der Grundlagenforschung zu aktuellen, zukunftsgerichteten Fragestellungen rund um den Schutz immaterieller Güter wie etwa Erfindungen oder Schöpfungen sowie zur rechtlichen Regulierung von Wettbewerbsmechanismen und -verhalten. Ausgangspunkt für die Definition der Forschungsthemen des Instituts sind in erster Linie phänomenologische Fragestellungen, aus denen bestimmte, längerfristig beobachtete Forschungsfelder gebildet werden. Innerhalb dieser Forschungsfelder ermittelt das Institut mittelfristig variable Forschungsschwerpunkte innerhalb welcher verschiedene Arten von teilweise interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekten angesiedelt sind.

 

Forschungsfeld
Gesellschaftlicher Beitrag und Legitimität von Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Funktionen, Zielsetzungen, Werte und Wertungskriterien

 

Forschungsschwerpunkt
Schutzgrenzen im Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Akzeptanz von Immaterialgüterrechten

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht zwischen Markt und Regulierung

 

Forschungsschwerpunkt
Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen der Pharmaindustrie

 

Die pharmazeutische Industrie zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Forschungsintensität und den hohen Marktwert daraus resultierender Produkte aus. Dies begründet sich sowohl aus dem hohen Nutzen von Medikamenten für die Gesundheit des Einzelnen als auch aus deren gesellschaftlicher Bedeutung. Um diesen Anforderungen und der damit einhergehenden Nachfrage nach wirksamen Arzneimitteln nachzukommen, investieren die auf Profitmaximierung fokussierten Pharmaunternehmen signifikante Beträge in Forschung und Entwicklung.

Der Entwicklungsprozess neuer Medizin von der Ersterforschung über diverse Versuch- und Testreihen bis hin zur Freigabe eines neuen Medikaments durch die Gesundheitsbehörden dauert im Durchschnitt zwölf Jahre und ist sehr komplex, kostspielig und vor allem mit nicht vernachlässigbaren Risiken verbunden: Im Durchschnitt durchläuft nur einer von ungefähr 10.000 potenziellen Wirkstoffen den Entwicklungsprozess bis hin zur Marktreife mit Erfolg. Ökonomisch betrachtet, benötigen Pharmaunternehmen daher Anreize, um die Kosten und die Risiken eines Forschungsvorhabens auf sich zu nehmen. Die Aussicht auf ein Patent und die damit verbundene Rechtsmacht, welche hohe - zum Teil monopolistische - Gewinne verspricht, spielen eine zentrale Rolle. Von besonderer Bedeutung ist vor diesem Hintergrund die Förderung der Forschung von Arzneimitteln, für die kein lukrativer Markt existiert, da sie vernachlässigte (etwa Infektions-) Krankheiten bekämpfen, die primär in ärmeren Ländern vorkommen.

Für die pharmazeutische Industrie besteht die Gefahr, dass noch während der zwanzigjährigen Patentlaufzeit Nachahmerprodukte auf den Markt kommen, welche die Marktstellung des Originalpräparateherstellers unterwandern, bzw. dass nach Auslaufen des Patents Marktanteile von den Herstellern wirkstoffgleichen Kopien (Generika) eingenommen werden. Wie die Anreize für Forschung und Entwicklung aufrecht erhalten und gesellschaftlich sinnvoll gelenkt werden können, ohne dass ein aus Wohlfahrtssicht schädlicher Überschutz entsteht, stellt einen zentralen Fragenkomplex in der rechtlich-ökonomischen Forschung zur Pharmaindustrie dar. Anlass zur Sorge geben darüber hinaus Missbrauchstatbestände von der "one size fits all"-Problematik im Patentrecht bis hin zu den breit thematisierten "Patent-Trolls" sowie das "anticommons"-Problem in der biomedizinischen Wissenschaft, welches zu einem gesellschaftlich suboptimalen Innovationsniveau führen kann.

Projekte

Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Anwaltswerbung zwischen Markt und Regulierung in Deutschland, England und der Europäischen Union

Matthias Ringer

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Compulsory licence on patented pharmaceuticals in Thailand, Brazil and India

Vu Van Anh Vu Le

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Der Parallelhandel mit Arzneimitteln im europäischen Binnenmarktrecht

Johanna Müller-Graff

 
Weiteres Forschungsprojekt
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Enforcing Chinese Antimonopoly Law in the Internet Industry: The case of Baidu.com, the “Chinese Google”

Dr. Zhongmei Wang, Thomas Hoffmann

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Ensuring access to published research: in search for a principled and feasible approach

Valentina Moscon

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Improving the Access to Medicines in Central Amercia: An Analysis of the Legislative Flexibilities

David Godoy

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Lifecycle Management im Arzneimittelsektor – zur Kritik des Evergreening

Nina Schäffner

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Second Generation Patents in Pharmaceutical Innovation

Hyewon Ahn

 
Weiteres Forschungsprojekt
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

The Patent Act and The Development of Stem Cell Research in Indonesia (Is A Patent System The Only Legal Instrument To Develop Stem Cell Research?)

Tomi Suryo Utomo

 
Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Verträge über die Nutzung von Software – die schuldrechtliche Einordnung des Softwarevertrags aus rechtsvergleichender Perspektive

Fabian Hafenbrädl

 

Forschungsschwerpunkt
Musikmarkt

 

Forschungsschwerpunkt
Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen von Märkten für Informationsgüter und für Informationstechnologien

 

Forschungsschwerpunkt
Sportbereich

 

Forschungsfeld
Kohärenz des Immaterialgüterrechts mit der Wettbewerbsordnung

 

Forschungsschwerpunkt
Justierung der Binnengrenzen und Systemvereinheitlichung im Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Schutzrechtskumulationen

 

Forschungsschwerpunkt
Kohärenz von IP-Rechten und Lauterkeitsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Kohärenz von Kartell- und Lauterkeitsrecht

 

Forschungsfeld
Innovationsförderung durch Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Anreizsysteme

 

Forschungsschwerpunkt
'Grünes' Kartellrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Innovationswettbewerb

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in der Europäischen Union

 

Forschungsschwerpunkt
Unionsrechte und Unionsschutzsysteme

 

Forschungsschwerpunkt
Zielsetzungen der Europäischen Union

 

Forschungsschwerpunkt
Verfahrensrecht

 

Forschungsfeld
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in einer globalen Rechtsordnung

 

Forschungsschwerpunkt
Die Fragmentierung des Internationalen Immaterialgüterrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Territorialität und ihre Bedeutung für das Internationale Immaterialgüterrecht

 

Forschungsschwerpunkt
Globale Wettbewerbsordnung

 

Forschungsfeld
Rechtsdurchsetzung

 

Forschungsschwerpunkt
Interessensausgleich

 

Forschungsschwerpunkt
Strukturfragen der Rechtsdurchsetzung

 

Forschungsschwerpunkt
Alternative Streitbeilegung

 

Forschungsfeld
Methodische Grundlagen des Kartellrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Ökonomisierung des Kartellrechts

 

Forschungsschwerpunkt
Methodische Grundsatzfragen des Innovationswettbewerbs