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Dissertation
Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Der rechtliche Schutz von Wirtschaftsgeheimnissen – Internationales, europäisches und nationales Recht im Vergleich

Der Normenkomplex der Wirtschaftsgeheimnisse erscheint – erstaunlicherweise im Vergleich zu ihrem wirtschaftlichen Wert – als Stiefkind des Rechts des Geistigen Eigentums. Das vorliegende Dissertationsprojekt setzt sich somit zum Ziel, einen Beitrag zum besseren Verständnis dieses Normenkomplexes zu leisten.

Letzte Änderung: 04.04.17

Der Normenkomplex der Wirtschaftsgeheimnisse erscheint – in Anbetracht ihres wirtschaftlichen Wertes ganz erstaunlicherweise – als Stiefkind des Rechts des Geistigen Eigentums. Während spezialgesetzlich geschützte Immaterialgüterrechte wie das Patent-, Urheber- oder Markenrecht von einer großen Aufmerksamkeit in der juristischen Lehre profitiert haben, standen Wirtschaftsgeheimnisse immer in deren Schatten.

In einer Zeit, in der Wirtschaftsgeheimnisse einen der wesentlichen Wertfaktoren von Unternehmen darstellen, aber gleichzeitig in der heutigen Informationsgesellschaft durch den Einsatz moderner Kommunikationstechnologie immer verletzlicher werden und obendrein eine gewisse Harmonisierung auf EU-Ebene durch die neue Richtlinie 2016/943 erwarten, muss deren rechtliche Behandlung auch Gegenstand juristischer Forschung sein. Das vorliegende Dissertationsprojekt setzt sich daher zum Ziel, einen Beitrag zum besseren Verständnis dieses Normenkomplexes zu leisten.

Um dies zu ermöglichen, ist es zunächst notwendig, ein Bezugssystem zu entwickeln. Dieses soll auf einer einheitlichen Definition des Begriffs der Wirtschaftsgeheimnisse und der Rechtfertigung ihres Schutzes basieren. Dank dieses Bezugsystems soll es möglich sein, einen effizienten Vergleich verschiedenener Rechtsordnungen durchzuführen. Angesichts des internationalen Wettbewerbs und der vorgesehen Harmonisierung auf europäischer Ebene erscheint es in der Tat notwendig, diese Problematik aus dem Blickwinkel einer einzigen Rechtsordnung herauszulösen. Aus diesem Grund werden sowohl die geltende deutsche und französische (beide unter Berücksichtigung des zukünftigen Einflusses der Richtlinie) sowie die US-amerikanische Rechtsordnung betrachtet.

Personen

Doktorand

Luc Desaunettes

Forschungsfelder

Gesellschaftlicher Beitrag und Legitimität von Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht

Forschungsschwerpunkte

Funktionen, Zielsetzungen, Werte und Wertungskriterien