Die Zielsetzung des MPI für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrechts liegt in der Grundlagenforschung zu aktuellen, zukunftsgerichteten Fragestellungen rund um den Schutz immaterieller Güter wie etwa Erfindungen oder Schöpfungen sowie zur rechtlichen Regulierung von Wettbewerbsmechanismen und -verhalten. Ausgangspunkt für die Definition der Forschungsthemen des Instituts sind in erster Linie phänomenologische Fragestellungen, aus denen bestimmte, längerfristig beobachtete Forschungsfeldergebildet werden. Innerhalb dieser Forschungsfelder ermittelt das Institut mittelfristig variable Forschungsschwerpunkte innerhalb welcher verschiedene Arten von teilweise interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekten angesiedelt sind.
Eine besondere Aufgabe des Instituts liegt in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nach Abschluss des Universitätsstudiums. Mit seinem Stipendienprogramm zieht es jährlich über 100 junge Wissenschaftler an, vornehmlich Doktoranden, aber auch viele Forscher, die sich auf eine universitäre Karriere vorbereiten. Zudem wird eine große Zahl Gastwissenschaftler betreut (Welcome Center), die sich in der weltweit führenden Bibliothek auf den Gebieten des Instituts ihren Recherchen und Forschungsprojekten widmen können.
Einen wichtigen Beitrag zu Forschung und Lehre leistet zudem das Munich Intellectual Property Law Center (MIPLC). Es bietet seit Herbst 2003 – zunächst unter der Leitung von Joseph Straus, seit 2009 unter der Leitung von Josef Drexl – einen international mit Partneruniversitäten vernetzten, mit weltweit renommierten Hochschullehrern besetzten LL.M.-Studiengang mit Schwerpunkt im IP-Recht an; er wird vollständig in englischer Sprache geführt.
In besonderer Weise der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dient die International Max Planck Research School for Competition and Innovation – Legal and Economic Determinants (IMPRS-CI) unter der Leitung von Reto M. Hilty. Diese Kooperation des Instituts mit drei Fakultäten (Jura, VWL, BWL) der Universität München fokussiert auf eine strukturierte, interdisziplinären dreijährige Doktorandenausbildung, mit jährlich acht neuen Kandidaten, hälftig Juristen und Ökonomen, die vornehmlich an die jeweils anderen Disziplin herangeführt werden. Geforscht wird von den Doktoranden an der Nahtstelle von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften zu den Auswirkungen von schutzrechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Regelungen insbesondere auf Innovationsprozesse.

Kurze Historie
1966
Gründung des MPI für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht.
2002
Ausbau zum MPI für Geistiges Eigentum-, Wettbewerbs- und Steuerrecht: Zu der neu strukturierten Einheit „Recht des Geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht“, tritt am 1.7.2002 die Einheit „Rechnungslegung und Steuern“ hinzu.
2009
Erweiterung des Instituts um die Abteilung Finanzwissenschaft
2011
Verselbständigung des bisherigen Instituts in zwei unabhängige Institute, nämlich das MPI für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht, unter der Leitung von Reto M. Hilty und Josef Drexl sowie das MPI für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, unter der Leitung von Kai A. Konrad und Wolfgang Schön
Gründung des Munich Max Planck Campus for Legal and Economic Research, in welchen, nebst den beiden Instituten, das MPI für Sozialrecht und Sozialpolitik unter der Leitung von Ulrich Becker und Axel Börsch-Supan integriert ist.
- Weitere Informationen finden Sie unter Wissenschaftliche Geschichte
- Zu den Gremien des MPI für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht