Screenshot GRUR International Cover GEMA vs OpenAI
Verschiedenes  |  09.02.2026

GEMA versus OpenAI – Professionelle englische Übersetzung kostenlos verfügbar bei GRUR International

Eine professionelle englische Übersetzung des Rechtsstreits GEMA gegen OpenAI (42 O 14139/24) wurde von GRUR International veröffentlicht. Die Übersetzung ist bis einschließlich 15. Februar kostenlos verfügbar. Diese Übersetzung soll eine breitere, sprachlich zugängliche Diskussion sowohl im akademischen als auch im praktischen Kontext fördern.

Übersetzung bei GRUR International.

München. Luftaufnahme der Innenstadt von München mit dem Marienplatz bei Sonnenuntergang.
Verschiedenes  |  09.02.2026

Call for Papers – Munich Conference on IP, Competition and Innovation

Vom 15. bis 16. Oktober 2026 findet die dritte Conference on IP, Competition and Innovation in Zusam­men­arbeit mit dem European University Institute (Florenz) statt. Dabei treffen sich die Teilnehmenden erstmals in München. Forschende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften aus den Bereichen IP, Kartellrecht oder Innovationspolitik sind eingeladen, bis zum 30. April 2026 einen unveröffentlichten Beitrag in englischer Sprache einzureichen.

München. Luftaufnahme der Innenstadt von München mit dem Marienplatz bei Sonnenuntergang.
Foto: rudi1976 / Adobe Stock

The relationship between intellectual property (IP) rights and competition policy is complex, especially when viewed through the lens of innovation. At a high level, there is a broad consensus that IP and competition policy, each with its own instruments, share the objective of enhancing consumer welfare and promoting innovation and are, in this sense, complementary. In practice, however, the ‘if’ and ‘how’ innovation considerations (e.g., incentives, appropriability and diffusion) inform competition policy design and enforcement, particularly in IP-intensive cases, raise significant analytical and institutional challenges. Technological and societal developments are reshaping innovation processes, from cumulative and data-driven R&D to platform-based ecosystems, with corresponding shifts in how IP rights are deployed as strategic assets in the market. At the same time, differences in the treatment of IP rights under competition policy across jurisdictions can generate geopolitical frictions, given the central role of IP in international trade and the extra-territorial reach of competition rules. Against this background, the Munich Conference on IP, Competition and Innovation welcomes unpublished papers from lawyers and economists, both on cross-cutting and sector-specific IP and competition law issues. The selected contributions will be discussed in-depth during the two-day event, emphasising the societal impact of the research findings. 
 

Abstract submission

Call for Papers - Munich Summer Institute
Verschiedenes  |  13.01.2026

Call for Papers – Munich Summer Institute 2026

Von 20. bis 22. Mai 2026 findet das zehnte Munich Summer Institute statt, das gemeinsam mit der Cornell University, der ETH Zürich, dem Imperial College London, der LMU, der TUM und der Universität Lausanne organisiert wird. Forschende, die ein Paper präsentieren möchten, sind eingeladen, dieses bis zum 8. Februar online einzureichen. Auch in diesem Jahr wird vorab wieder ein Workshop für Promovierende abgehalten, der am 20. Mai stattfindet.

The Munich Summer Institute 2026 will take place as an in-person event in Munich. The Summer Institute will be preceded by the fifth MSI Ph.D. Workshop on 20 May 2026. A best Ph.D. student paper award will be awarded during the MSI conference dinner.


The Summer Institute will focus on three areas:

The goal of the Munich Summer Institute is to stimulate a rigorous in-depth discussion of a select number of research papers and to strengthen the interdisciplinary international research community in these areas. Researchers in economics, law, management and related fields at all stages of their career (from Ph.D. students to full professors) may attend the Munich Summer Institute as presenters in a plenary or a poster session, as discussants or as attendees. The Munich Summer Institute will feature two keynote lectures, several plenary presentations, as well as poster sessions (including poster slams).


The Munich Summer Institute will be held at the Max Planck Institute for Innovation and Competition in the heart of Munich. There is no registration fee, but participants are expected to fund their own travel and accommodation. The Munich Summer Institute may provide limited travel scholarships in case of financial hardship.


Keynote Speakers
 

  • Hong Luo (University of Toronto, Rotman School of Management)
  • Ariel Dora Stern (Hasso Plattner Institute and University of Potsdam)


Paper submission procedure


Researchers who would like to present a paper are invited to submit their paper online by 8 February 2026. The Munich Summer Institute only considers papers which have not been published or accepted for publication at the date of submission. Paper selections will be announced in late March 2026. The program of the Munich Summer Institute will be available by early April 2026. All accepted papers will be made available to all participants by 1 May 2026. Researchers who would like to attend the Munich Summer Institute without giving a presentation should contact msi2026(at)ip.mpg.de by 15 April 2026.
 

Online Paper Submission


Further information


More information is available at the MSI website. Any questions concerning the Munich Summer Institute should be directed to msi2026(at)ip.mpg.de.


Call for Papers and Call for Participants 

Teilnehmende des RISE8-Workshops.
Veranstaltungsbericht  |  17.12.2025

RISE8-Workshop 2025 − Förderung des wissenschaftlichen Austauschs für die nächste Generation von Forschenden

Die 8. Auflage unseres jährlichen Workshops “Research in Innovation, Science, and Entrepreneurship” (RISE), der mittlerweile zu einer beliebten Tradition vor Weihnachten geworden ist, fand am 15. und 16. Dezember 2025 statt. Der von jungen Forschenden unseres Instituts organisierte Workshop dient als Plattform für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich mit Innovationsforschung beschäftigen.

Teilnehmende des RISE8-Workshops.
Teilnehmende des RISE8-Workshops. Foto: Myriam Rion
Das Organisationsteam
Das Organisationsteam. Foto: Myriam Rion
Matt Marx bei der Keynote.
Matt Marx bei der Keynote. Foto: Myriam Rion.

Zum ersten Mal begrüßte die Abteilung Innovation and Entrepreneurship Research als Gastgeber der Veranstaltung mehr als 40 Vortragende, Diskutanten und Teilnehmende von über 20 internationalen Universitäten am neuen Standort des Instituts am Münchner Stachus. Das Programm umfasste zwölf Vorträge in sieben Sessions zu Themen wie Gender und Patente, grüne Technologien, Politik und Innovation, Technologietransfer, Science of Science und künstliche Intelligenz.


Ein Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung war die Keynote von Matt Marx, Professor an der Cornell University und Department Editor der renommierten Fachzeitschrift Management Science. In seiner inspirierenden Rede stellte Matt Marx eine neue Initiative vor, die umfangreiche, frei zugängliche Datensätze bereitstellt. Diese Datensätze werden eine tiefgreifendere Forschung ermöglichen, die wissenschaftliche Entdeckungen mit Innovation und Unternehmertum verbindet. Diese neue Ressource verspricht, ein transformatives Werkzeug für die RISE-Teilnehmer*innen und die breitere Innovationsforschungs-Community zu werden.


Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die zum außerordentlichen Erfolg des RISE8-Workshops 2025 beigetragen haben. Wir sind unserem inspirierenden Hauptredner, den kenntnisreichen Diskutanten und den vielversprechenden Referierenden für ihre herausragenden Beiträge sehr dankbar.


Besonderer Dank gilt dem Organisationsteam mit Dietmar Harhoff, Dominik Asam, Johannes Könemann, Anastasiia Lutsenko und Ulrike Morgalla, deren harte Arbeit diese Veranstaltung ermöglicht hat.


Wir verlassen den diesjährigen Workshop hochmotiviert und freuen uns sehr auf RISE9 im Jahr 2026!


Das vollständige Programm zur Nachlese:

Programm RISE8 2025

Dietmar Harhoff trägt ein dunkles Sakko und ein violettes Hemd, steht vor einer metallisch glänzenden Säule in einem Innenraum.
Personalie  |  17.12.2025

Turnusgemäßer Wechsel der Geschäftsführung zum 1. Januar 2026

Zum 1. Januar 2026 wird Dietmar Harhoff, Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung “Innovation and Entrepreneurship Research”, turnusgemäß für zwei Jahre Geschäftsführender Direktor des Instituts.

Dietmar Harhoff trägt ein dunkles Sakko und ein violettes Hemd, steht vor einer metallisch glänzenden Säule in einem Innenraum.
Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. Foto: Axel Griesch

Er folgt damit auf Josef Drexl, der seit 2024 Geschäftsführender Direktor war. Dietmar Harhoff ist seit 2013 Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und hatte bereits in den Jahren 2015/2016 und 2022/2023 die Geschäftsführung inne.

Blaues Plakat mit weißem Text: 'Call for Nominations and Self-Nominations Directors (f/m/d)' und Logo des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb.
Personalie  |  01.12.2025

Aufruf zur Nominierung: Direktor*innen

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) plant, drei neue Direktor*innen für das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb in München zu berufen. Gemeinsam sollen sie die zukünftige Ausrichtung der Forschung zu Innovation und Wettbewerb innerhalb der MPG definieren. Wir laden daher zur Nominierung, einschließlich Selbstnominierung, geeigneter Personen ein. Wir suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zukunftsweisende Forschungsprogramme auf den Weg bringen und entsprechende Abteilungen leiten. Die Forschung der Neuberufenen sollte eine transformative Perspektive auf Innovation und Wettbewerb bieten und im Idealfall eine Brücke zwischen Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften sowie anderen relevanten Fachgebieten schlagen.

Blaues Plakat mit weißem Text: 'Call for Nominations and Self-Nominations Directors (f/m/d)' und Logo des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb.

The Max Planck Society is planning to appoint three new Directors to the Max Planck Institute (MPI) for Innovation and Competition in Munich. Together, they will define the future direction of innovation and competition studies within the Society. To identify suitable candidates for these positions, the Society is inviting nominations, including self-nominations. We seek scholars that will pioneer high-impact research programs and lead corresponding departments. The appointees’ research should offer a transformative perspective on innovation and competition, ideally bridging law and economics or other pertinent fields. Central to this role is the contribution of intellectual leadership to the Institute’s ongoing re-orientation, helping to chart its future scientific course.


The MPI for Innovation and Competition has a distinguished reputation for its transdisciplinary analysis of innovation and competition. Its research program uniquely integrates law and economics to examine how rules and competition incentivize progress in an era of rapid social, economic, and technological change.  


The Institute is located in Munich, Germany, and has close ties with other leading research institutions, including the Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) Munich and the Technical University of Munich. It is part of the Max Planck Society, an independent non-governmental association dedicated to fundamental research in the natural sciences, life sciences, social sciences, and humanities. 


The Max Planck Society, an equal opportunities employer, is firmly committed to diversity and inclusion in all aspects of recruitment and employment. The Max Planck Society especially aims at increasing the number of women as Directors at its Institutes and at eliminating discrimination on the basis of gender. We therefore welcome nominations of individuals from groups that are otherwise underrepresented in leadership positions in the Max Planck Society and its Institutes. We particularly encourage nominations of women. In case of equal qualification, women will receive preferential consideration, unless legally relevant interests based on the personal circumstances of the latter prevail.


Nominations, including self-nominations, should be sent to: nominations(at)ip.mpg.de.


A nomination should include:
 

  • the candidate’s name and current affiliation;
  • a brief motivational statement (200 words max.) specifying the reasons for nomination.

Note that this call is part of the Institute’s scouting procedure; its purpose is to inform the Institute about possible candidates. A formal appointment procedure will follow. As a result of this call, a selection of (self-)nominated candidates may be invited for a visit to the Institute.


All nominations will be treated in the strictest confidence.


This call will remain open until midnight (CET) on 15 January 2026.


Call for Nominations and Self-Nominations of Directors (f/m/d) as PDF.

Vor einem nächtlichen Himmel mit der Silhouette der Stadt München sind sechs Personen abgebildet - das Organisationskomittee und der Keynote Speaker. Im oberen rechten Bildbereich ist das Logo des RISE Workshops zu sehen, bestehend aus dem Schriftzug 'RISE Workshop' und zwei schrägen Linien in Blau und Grau.
Verschiedenes  |  21.11.2025

Das Programm ist da! − RISE8 Workshop

Am 15. und 16. Dezember 2025 findet am Institut bereits der achte “Research in Innovation, Science and Entrepreneurship Workshop” von jungen Forschenden für junge Forschende statt. Die Teilnehmer*innen erwarten spannende Themen und ein anregender Austausch. Matt Marx, Bruce F. Failing Sr. Professor und Faculty Director of Entrepreneurship an der Cornell University, hält die Keynote zum Thema “Connecting Science to Innovation: Open Data and Machine Learning Approaches”.

Der Workshop wurde erstmals 2018 von jungen Forscherinnen und Forschern organisiert und wendet sich an Promovierende sowie Junior Postdocs weltweit. Er bietet jungen Wissenschaftler*innen die Gelegenheit, Ihre Arbeiten zu präsentieren, Feedback von erfahrenen Forschenden zu erhalten und sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Forschungsinstitutionen auszutauschen.


Hier zum Programm RISE8 (PDF).


Mehr auf der Website des RISE8 Workshop.

Gruppenfoto von Mitgliedern des Strategiekreises Technologie und Innovation im Bundeskanzleramt, stehend in zwei Reihen, formelle Kleidung, Bundesklanzer, Bundesminister und Bundesministerinnen, Experten und Expertinnen.
Verschiedenes  |  06.11.2025

Dietmar Harhoff in den Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers berufen

Starkes Signal für Innovation: Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Donnerstag, den 6. November 2025, zur Auftaktsitzung des Strategiekreises für Technologie und Innovation ins Bundeskanzleramt eingeladen. Dietmar Harhoff, Direktor am Institut und Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung, wird seine Expertise und Erfahrungen im Bereich der Politikberatung in das Gremium einbringen.

Gruppenfoto von Mitgliedern des Strategiekreises Technologie und Innovation im Bundeskanzleramt, stehend in zwei Reihen, formelle Kleidung, Bundesklanzer, Bundesminister und Bundesministerinnen, Experten und Expertinnen.
Der Bundeskanzler und Bundesministerinnen und -minister mit den Mitgliedern des Strategiekreises Technologie und Innovation. Foto: Bundesregierung/Sandra Steins.

Der Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers ist das höchste technologie- und innovations­politische Beratungsgremium der Bundesregierung. Er wurde vom Bundeskanzler für die 21. Wahlperiode berufen und setzt sich aus Mitgliedern der Bundesregierung und hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft und Wirtschaft zusammen.


An der ersten Sitzung nahmen von Regierungsseite auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Bundes­forschungs­ministerin Dorothee Bär, Bundesdigitalminister Karsten Wildberger sowie der Chef des Bundeskanzleramts Thorsten Frei teil. Der Bundesfinanzminister als weiteres ständiges Mitglied und der Bundesverteidigungsminister wurden jeweils durch einen Staatssekretär vertreten.


Der Strategiekreis nimmt neue Entwicklungen, Erkenntnisse und Trends im Innovationskreislauf in den Blick und diskutiert konkrete Vorschläge zur Stärkung des Forschungs- und Innovations­systems, der Resilienz und der technologischen Souveränität. Sein Ziel ist es, die Potenziale aus wissenschaftlicher Forschung und Unternehmen für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts sowie zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu heben. Themen der Auftaktsitzung waren die Stärkung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie bei Künstlicher Intelligenz.


Die Schlüsselthemen der ersten Sitzung


Im Mittelpunkt der ersten Sitzung standen zwei Schlüsselthemen, die über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheiden werden:


  • Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für Produktivität und Wertschöpfung
  • Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und deren Bedeutung für Freiheit, Sicherheit und technologische Souveränität

Erstens wurde die weltweit hohe Entwicklungsdynamik der KI und ihre Potenziale für Produktivitätssteigerungen in Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung thematisiert. Die Mitglieder des Strategiekreises waren sich einig, dass der Stellenwert dieser Zukunftstechnologie nicht mehr ausschließlich unter dem Aspekt von Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland zu betrachten ist, sondern auch im Kontext aktueller gesell­schaftlicher und geopolitischer Herausforderungen diskutiert werden muss.

Zweitens wurden Innovationspotenziale im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beleuchtet. Vor dem Hintergrund aktueller Initiativen der Bundesregierung wurden Möglichkeiten erörtert, den Beschaffungs­prozess weiter zu beschleunigen, den Fähigkeitsaufbau durch Innovationsräume und iterative Vorgehensweisen zu stärken sowie Skaleneffekte in der Produktion auszulösen.

Auf Basis eines Benchmarkings zu den Stärken und Schwächen des Innovationssystems im internationalen Vergleich hat der Strategiekreis in seiner Auftaktsitzung sein Ambitionsniveau definiert. Es gilt, Transfer­potenziale durch kraftvolle Initiativen und eine substanzielle Verbesserung der Rahmenbedingungen entlang der gesamten Innovationskette zu heben.


Der Steuerkreis und seine Mitglieder


Der Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers wird inhaltlich von einer Geschäftsstelle vorbereitet, die bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften angesiedelt ist.

In den Steuerkreis des Strategiekreises für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers wurden folgende Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft berufen:

Eröffnungssymposium "Innovation Research in Disruptive Times"
Veranstaltungsbericht  |  24.10.2025

Eröffnungssymposium zu Innovationsforschung in disruptiven Zeiten

Am Dienstag, den 21. Oktober 2025, fand als zweite Veranstaltung im Rahmen der feierlichen Eröffnung des neuen Standortes des Instituts am Stachus ein wissenschaftliches Symposium statt, das sich in zwei Paneldiskussionen Themen widmete, die für die Innovationsforschung in disruptiven Zeiten prägend sind. Über einhundert Gäste erhielten anregende Impulse und konnten sich mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen intensiv austauschen.

Eröffnungssymposium "Innovation Research in Disruptive Times"
Eröffnungssymposium "Innovation Research in Disruptive Times". Foto: Myriam Rion
Panel “Innovation and New Geopolitics – Implications for Research“
Panel “Innovation and New Geopolitics – Implications for Research“. Foto: Myriam Rion
Panel “Regulation Between Global Challenges and Deglobalization”
Panel “Regulation Between Global Challenges and Deglobalization”. Foto: Myriam Rion

Das erste Panel, das von Marina Chugunova moderiert wurde, die seit 2018 Senior Research Fellow in der wirtschafts­wissen­schaftlichen Abteilung des Instituts ist, befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen Innovation und neuer Geopolitik. Die Leitung des zweiten Panels übernahm Heiko Richter, der bis September dieses Jahres Wissenschaftlicher Referent in der juristischen Abteilung des Instituts war und im Oktober 2025 den Lehrstuhl für Privatrecht und Regulierung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer übernommen hat. Er betrachtete mit seinen Gästen Fragen zur Regulierung zwischen geopolitischen Herausforderungen und Deglobalisierung.


Panel “Innovation and New Geopolitics – Implications for Research”
 

  • Prof. Dr. Fabian Gaessler (Universitat Pompeu Fabra)
  • Prof. Dr. Carolin Haeussler (Universität Passau / Expertenkommission Forschung und Innovation)
  • Prof. Dr. Hanna Hottenrott (TU München / Exzellenzcluster TransforM)
  • Prof. Dr. Rupprecht Podszun (Monopolkommission / Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
  • Dr. Marina Chugunova (Moderation)

Während der Podiumsdiskussion untersuchten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Recht und Wissenschaftspolitik, wie geopolitische Spannungen die globale Forschungszusammenarbeit, die Mobilität von Fachkräften und den technologischen Wettbewerb verändern. Die Diskussion stützte sich auf historische Parallelen, aktuelle regulatorische Debatten und die Realitäten, mit denen Universitäten, Forschungsinstitutionen und Unternehmen konfrontiert sind. Ein zentrales Thema war die wachsende Verantwortung der Forschungs­gemeinschaft, sich aktiv mit der Gesellschaft und Entscheidungsträgern auseinanderzusetzen, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse klar und aussagekräftig kommuniziert werden – in einer Zeit, in der Fehlinformationen und politische Polarisierung die evidenzbasierte Politikgestaltung zunehmend herausfordern.


Die Podiumsteilnehmer betonten, dass wir eine Phase der Neuausrichtung in Forschung und Innovation durchlaufen, die durch Verschiebungen in globalen Allianzen, strengere Kontrollen sensibler Technologien und neue Fragen zum Gleichgewicht zwischen Offenheit und Sicherheit gekennzeichnet ist. Die Expertinnen und Experten diskutierten, ob Innovation heute eher durch Wettbewerb oder durch Zusammenarbeit vorangetrieben wird, und erörterten dabei die Rolle der Big Tech, die Herausforderungen bei der Regulierung von Technologien, die sich schneller entwickeln als die rechtlichen Rahmenbedingungen, sowie die wachsende Bedeutung der Dual-Use-Forschung. Die Diskussion unterstrich, dass Resilienz in einem sich schnell verändernden Umfeld nicht nur eine effektive Governance, sondern auch gesellschaftliches Vertrauen erfordert.


Eine klare Erkenntnis kristallisierte sich heraus: Die Fähigkeit Europas, offen, glaubwürdig und strategisch agil zu bleiben, wird seine Position in der globalen Innovationslandschaft bestimmen.  


Panel “Regulation Between Global Challenges and Deglobalization”
 

  • Prof. Dr. Michèle Finck (Universität Tübingen)
  • Prof. Dr. Henning Grosse Ruse-Khan (University of Cambridge)
  • Dr. Malte Toetzke (Net Zero Lab / Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb)
  • Prof. Dr. Peter Yu (Texas A&M University)
  • Prof. Dr. Heiko Richter (Moderation)

Das Panel befasste sich mit der sich wandelnden Regulierungslandschaft an der Schnittstelle zwischen globalen Herausforderungen und Deglobalisierungsdruck und ging dabei der Frage nach, wie transnationale Themen wie KI, Klimawandel, geistiges Eigentum und Handel angesichts der zunehmenden nationalen Fragmentierung angegangen werden. Die Teilnehmenden untersuchten zunächst die Rolle der EU bei der Regulierung des digitalen Bereichs und der KI, wobei sie den Wandel der Union hin zu einem selbstbewussteren Regulierungsparadigma hervorhoben, welches sich im Spannungsfeld zwischen den Interessen der Mitgliedstaaten und der Notwendigkeit globaler Standards behaupten muss.


Beim Thema Klimawandel wurden das transformative Potenzial der KI in der Forschung und die uneinheitlichen Fortschritte bei den internationalen Bemühungen zur Dekarbonisierung erörtert, was sowohl die Chancen als auch die Grenzen der derzeitigen Regulierungsinstrumente verdeutlichte. Die Diskussion zu regulatorischen Denkweisen der USA und Chinas, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und geistiges Eigentum, zeigte unterschiedliche Prioritäten und Strategien auf, die durch den wirtschaftlichen und geopolitischen Wettbewerb geprägt sind. Zum Abschluss sprach die Runde über die Zukunft multilateraler Institutionen wie der WTO und analysierte dabei kritisch deren Schwächen als auch Chancen, in einer fragmentierten Welt regulatorische Kohärenz zu fördern.


Die Erkenntnis aus der Diskussion war, dass eine wirksame Regulierung heute erfordert, zwischen globalen Koordinierungsbedürfnissen und einer zunehmenden nationalen Zurückhaltung zu navigieren und zu vermitteln. Letztendlich verdeutlichte das Panel, dass Regulierung zunehmend als Balanceakt positioniert wird – nicht rein globalistisch oder streng national, sondern als flexibles Instrument, das sich an veränderte politische, technologische und wirtschaftliche Dynamiken anpassen muss.

Eingang in der Herzog-Max-Straße
Veranstaltungsbericht  |  23.10.2025

Innovationsforschung im Herzen Münchens

Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung am 20. Oktober hat das Institut seine neuen Räumlichkeiten am Stachus, im Herzen von München, eingeweiht. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Stadt und Gesellschaft würdigten den Umzug als wichtigen Meilenstein nicht nur für das Institut und die Stadt München, sondern auch für die Präsenz der Forschung in der Gesellschaft.

Eingang in der Herzog-Max-Straße
Eingang in der Herzog-Max-Straße. Foto: Myriam Rion
Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Foto: Myriam Rion
Johannes Eberle (Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst).
Johannes Eberle (Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst). Foto: Myriam Rion
Der zweite Bürgermeister der Stadt München Dominik Krause mit dem geschäftsführenden Direktor des Instituts Josef Drexl
Der zweite Bürgermeister der Stadt München Dominik Krause mit dem geschäftsführenden Direktor des Instituts Josef Drexl. Foto: Myriam Rion

Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, und hochranginge Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft adressierten vor rund 120 Gästen in Grußworten die Bedeutung der Forschung des Instituts und die Chancen, im neuen Umfeld Impulse zu setzen. Dabei wurde deutlich, dass Forschung nicht nur eine treibende Kraft für Innovation und Fortschritt ist, sondern angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen mehr denn je in der Mitte der Gesellschaft verankert sein muss.


Prof. Dr. Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft

„Das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb steht mit seiner Mission im Brennpunkt unserer Zeit. Es erforscht die rechtlichen und ökonomischen Grundlagen von Innovation, Wettbewerb und Regulierung. In einer Phase, in der sich Deutschland neu erfinden muss zwischen digitalem Wandel, bürokratischer Erstarrung und geopolitischen Spannungen, ist diese Forschung – gerade diese Forschung – unverzichtbar. Sie stellt ja überhaupt erst die Fragen, bevor sie die Antworten gibt, durch die das Institut Orientierung für den gesellschaftlichen und politischen Prozess bietet, den wir nie ersetzen können, wir können ihn nur begleiten. Der Umzug ist ein Signal, dass Wissenschaft – und noch dazu eine so wichtige Forschung, wie sie hier läuft, die auch die Zukunft des Wirtschaftssystems einschließt – in die Mitte der Stadt gehört, in die Mitte der Gesellschaft.“


Dr. Johannes Eberle, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Abteilungsleiter Forschung / Wissenschaftssystem

„Das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb steht für alles, was sich ein Wissenschaftsminister, ein Wirtschaftsminister und eine Bundesministerin nur wünschen können: Es bietet herausragende Wissenschaft, die nicht im sprichwörtlichen Elfenbeinturm verharrt, sondern in die Mitte der Gesellschaft hineinwirkt, und das seit fast 60 Jahren. Seit der Gründung im Jahr 1966 ist das Institut ein zentraler Impulsgeber bei den großen Fragen der Zeit. […] Doch ein Institut für Innovation und Wettbewerb lebt natürlich nicht vornehmlich von seinen Errungenschaften in der Vergangenheit, sondern von seiner Gestaltungskraft für das Jetzt und das Morgen. Und auch hier zeigt sich, es ist am Puls der Zeit und trägt heute mehr denn je zu einer Beantwortung gesellschaftlicher Schlüsselfragen bei. Es leistet wertvolle Beiträge zu den Jahrhundertumwälzungen durch das Thema KI, insbesondere bei den großen Herausforderungen beim Daten- und Urheberrecht. Es liefert hochrelevante Untersuchungen zu den Möglichkeiten, die stagnierende Wirtschaft durch Innovationen und staatliche Impulse zu aktivieren.“


Dominik Krause, 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München

„Die Max-Planck-Institute sind elementarer Bestandteil des Innovationsökosystems, das wir in München haben – ganz besonders gilt das natürlich für das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb. Auch ich will Sie heute ganz herzlich beglückwünschen zu diesem Glückgriff hier im Herzog Max. Sie und die Kolleginnen und Kollegen leisten großartige Arbeit, jetzt auch in einem Gebäude, das zentraler nicht sein könnte und das beispielhaft ist für die Zukunft der Münchner Innenstadt. Herzlichen Glückwunsch auch von der Stadt München zum Einzug, wir sind sehr froh, dass wir Sie hier im Herzen der Stadt haben.“



Podiumsdiskussion „Informieren, beraten, gestalten – Innovationsforschung und Politik“
 

Im Zentrum der Veranstaltung stand die mit herausragenden Persönlichkeiten besetzte Podiumsdiskussion „Informieren, beraten, gestalten – Innovationsforschung und Politik“. Der Journalist und Moderator Dr. Jan-Martin Wiarda sprach mit führenden Expertinnen und Experten über zentrale Fragen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik. Die Podiumsgäste Prof. Dr. Irene Bertschek (Vorsitzende der Expertenkommission Forschung und Innovation), Rafael Laguna de la Vera (Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND) und Prof. Dr. Rupprecht Podszun (Mitglied der Monopol­kommission) diskutierten unter anderem, welche Rolle Innovationsforschung in der Politikberatung einnehmen kann und wo ihre Grenzen liegen, wie sich gesellschaftliche Werte mit ökonomischen Interessen in Einklang bringen lassen und welche Chancen und Risiken Innovationen für die großen Herausforderungen unserer Zeit bergen.


Perspektiven für die Zukunft des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb


Im Nachgespräch zur Diskussion erörteten Josef Drexl und Dietmar Harhoff mit Jan-Martin Wiarda die Perspektiven für die Zukunft des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb. Zentrale Impulse waren die weitere Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit – über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften hinaus auch mit weiteren Disziplinen, wie möglicherweise Informatik –, um Innovationen, Märkte, und deren regulatorische Rahmenbedingungen besser zu verstehen. Recht wird dabei als Ermöglicher für Innovationen gesehen, während gegenseitiges Lernen und Austausch, etwa auch durch Networking mit Unternehmen, sowie die kontinuierliche Beobachtung technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen entscheidende Ansätze für die zukünftige Forschung bleiben.


Auf dem Programm standen auch Führungen durch das stadtbildprägende denkmalgeschützte Gebäude am Karlstor, das unter anderem die renommierte Bibliothek des Instituts beherbergt. Ihr Bestand umfasst derzeit mehr als 245.000 Bände, ist in seiner internationalen Ausrichtung und Vollständigkeit weltweit einmalig und stellt einen Anziehungspunkt für Forschende aus dem In- und Ausland dar.


Das neue HERZOG MAX


Während viele deutsche Innenstädte mit Leerstand und Bedeutungsverlust kämpfen, ist das „Herzog Max“ genannte Gebäude ein zukunftsweisendes Projekt, das Maßstäbe für die Transformation der Innenstädte setzt. Das stellten der Architekt Thomas Fechtner (OSA Ochs Schmidhuber Architekten) und der Eigentümervertreter Günter Koller (Wilhelm von Finck Hauptverwaltung GmbH) in einem Podiumsgespräch mit dem geschäftsführenden Direktor des Instituts Prof. Dr. Josef Drexl und dem Moderator Dr. Jan-Martin Wiarda dar. Der beeindruckende Umbau zeigt, wie sich urbane Zentren neu erfinden können. Das Institut will den neuen Standort auch zum Anlass nehmen, der Stadtgesellschaft zukünftig ein „Schaufenster zur Wissenschaft“ zu bieten und die Bedeutung komplexer wissenschaftlicher Themen für die Öffentlichkeit leichter fassbar zu machen.


Am zweiten Tag der Eröffnung fand ein wissenschaftliches Symposium zum Thema Innovation Research in Disruptive Times statt.