Mehr als 200 Teilnehmende verfolgten die Veranstaltung im hybriden Format: renommierte Wissenschaftler*innen aus sieben Ländern, Vertreter*innen brasilianischer Ministerien und Mitglieder der brasilianischen Justiz diskutierten aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle von Innovation, Wettbewerb, Gesundheit und Künstlicher Intelligenz. Auch zwei Institutsangehörige waren involviert: Pedro Henrique D. Batista, Affiliated Research Fellow des Instituts, organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit der EMERJ – wenige Tage, nachdem er bereits den 44. Jahreskongress der ATRIP in São Paulo maßgeblich mitgestaltet hatte. Neben seiner Teilnahme am Eröffnungspanel hielt er einen Vortrag zum Thema “Sham Litigation im Patentrecht”.
Auch Reto M. Hilty, emeritierter Direktor des Instituts, referierte auf dem Symposium. Er sprach über aktuelle Entwicklungen des europäischen Urheberrechts im digitalen Zeitalter und beteiligte sich an den anschließenden wissenschaftlichen Diskussionen.
Das Programm deckte ein breites Themenspektrum ab: Regulierung und Innovationskapazität, Public Health und Patentrecht, Lizenzen und Patente zur Zweitnutzung, unlauterer Wettbewerb und Trade Dress. Dazu kamen geografische Herkunftsangaben, Technologietransfer, Rechtstechnologie sowie Urheberrecht und Künstliche Intelligenz. Die Veranstaltung sollte rechtsvergleichende Perspektiven auf diese regulatorischen Herausforderungen zusammenbringen und den akademischen Austausch zwischen Ländern und Wissenschaftler*innen vertiefen.
Möglich gemacht haben das Symposium das Institut und das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur – mit ihrer institutionellen Unterstützung sowie die britische Regierung und LES Brasil als Partner.
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und nachhaltige Innovation stellen das Immaterialgüterrecht weltweit vor dieselben Fragen – nur die Antworten fallen je nach Rechtssystem unterschiedlich aus. Das Symposium in Rio de Janeiro hat gezeigt, wie viel Wissenschaft, Justiz und Politik von diesem Vergleich lernen können, wenn sie ihn gemeinsam führen.