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Newsletter #1 2026
Sechzig Jahre Forschung (1966–2026) – Ein Augenblick zum Innehalten
Liebe Leserinnnen und Leser, das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht wurde am 1. März 1966 gegründet und diente ursprünglich der Grundlagenforschung im Bereich des Immaterialgüterrechts. Die Arbeit des Instituts hat die Gesetzgebung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene maßgeblich mitgeprägt und fördert bis heute den evidenzbasierten Diskurs zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Komplexe Innovationsprozesse, ihre Determinanten und Implikationen lassen sich jedoch nicht aus der Perspektive einer einzelnen Disziplin verstehen. Im Jahr 2013 wurde die Abteilung für Innovation and Entrepreneurship Research eingerichtet. 2024 wurde das Net Zero Lab aufgebaut, eine unabhängige Max-Planck-Forschungsgruppe, die sich mit Innovationen in der Klimatechnologie, der Dekarbonisierung von Unternehmen sowie Kohlenstoffmärkten befasst. Dass Umweltthemen immer mehr in den Fokus unserer Forschung rücken, sehen Sie auch in diesem Newsletter.
Auch heute, nach 60 Jahren Forschung, ist unser Selbstverständnis unverändert geblieben: Wir betreiben unabhängige Grundlagenforschung und liefern Erkenntnisse, die zum Verständnis und zur Gestaltung des sich wandelnden Zusammenspiels zwischen Innovation, Wettbewerb und Regulierung beitragen. Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, die Webpage über unser Institut zu überarbeiten. Schauen Sie doch einmal vorbei: Das Institut
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Künstliche Intelligenz generiert in Sekunden Texte, Bilder und Musik, für die Menschen Stunden oder Tage brauchen – und das zu einem Bruchteil der Kosten. Josef Drexl zeigt in einem aktuellen Papier, dass das klassische Urheberrecht hier zu kurz greift und plädiert für einen radikalen Paradigmenwechsel. Mehr
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Eine aktuelle Studie warnt vor mangelndem Erfolg von Bürokratieabbau durch Informationslücken in der Bevölkerung. Die repräsentative, vom Institut durchgeführte Befragung hat ergeben, dass ein Großteil der Erwachsenen in Deutschland neue gesetzliche Möglichkeiten, auf eigenhändige Unterschriften in Alltagsgeschäften zu verzichten, nicht kennt. Einige Bevölkerungsgruppen sind jedoch systematisch besser informiert. Mehr
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Nur zu oft werden Wälder auf eine Zahl reduziert: die Menge an gespeichertem CO₂. Eine neue Übersicht in Science, zu der das Net Zero Lab beigetragen hat, zeigt jedoch: Wälder leisten weit mehr. Sie tragen zur Anpassung an den Klimawandel bei, indem sie die Umgebung kühlen, den Wasserkreislauf regulieren sowie Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen verbessern. Die Effekte variieren je nach Umweltkontext – mit wichtigen Implikationen für Waldmanagement und Klimaanpassungsstrategien. Mehr
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Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Strategiekreis für Technologie und Innovation in seiner zweiten Sitzung der 21. Legislaturperiode getagt. Der Strategiekreis setzte seine Beratungen zu den beiden in der Auftaktsitzung am 6. November 2025 festgelegten Themen „Künstliche Intelligenz“ sowie „Innovationen im Verteidigungsbereich“ fort. Zudem wurden Optionen zur Stärkung des deutschen Innovationssystems beleuchtet. Mehr
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Kurz notiert
Audio + + + Dietmar Harhoff spricht im Deutschlandfunk-Interview zur Exzellenzstrategie darüber, dass Spitzenforschung Wettbewerb, minimale Bürokratie und das richtige Mindset braucht. Mehr
Lindau Matinee 2026 + + + #LINOecon Alumna Elisabeth Hofmeister war eingeladen, das Publikum in die Arbeiten der Nobelpreisträger Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt zu nachhaltigem Wachstum und „creative destruction“ einzuführen. Mehr
Lise-Meitner-Exzellenzprogramm + + + Die Max-Planck-Gesellschaft lädt herausragende Wissenschaftlerinnen aller wissenschaftlichen Disziplinen ein, sich für die Position als Lise-Meitner-Forschungsgruppenleiterin zu bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft vom 11. Februar bis zum 15. April 2026. Mehr
Max Planck Law | Tech | Society Inititative (MPLTS) + + + Am 22. Mai 2026 findet das 5. Graduate Student Symposium der MPLTS statt. Studierende im Master- und im Promotionsstudium sind eingeladen, ihre Forschungsarbeiten zu KI und Recht, Algorithmen, Ethik von KI, sozialen Impact von AI-Technologien und weiteren Themen bis 31. März einzureichen. Mehr
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Die VII. SIPLA-Jahrestagung am 13. Mai 2026 befasst sich mit der Frage, wie sich in Lateinamerika ein nachhaltiger Wasserstoffmarkt entwickeln kann, der den lokalen Gemeinden und Volkswirtschaften bedeutende Vorteile bringt. Länder wie Chile, Argentinien, Brasilien, Uruguay und Kolumbien treiben Wasserstoffstrategien voran und schaffen damit Chancen für die industrielle Entwicklung, während sie gleichzeitig komplexe Herausforderungen in Bezug auf Infrastruktur, Regulierung und gerechte Entwicklung mit sich bringen. Vorbereitend fanden bereits 2025 mehrere Workshops in Chile und Kolumbien statt.
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Vom 15. bis 16. Oktober 2026 findet die dritte Conference on IP, Competition and Innovation in Zusammenarbeit mit dem European University Institute (Florenz) statt. Dabei treffen sich die Teilnehmenden erstmals in München. Forschende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften aus den Bereichen IP, Kartellrecht oder Innovationspolitik sind eingeladen, bis zum 30. April 2026 einen unveröffentlichten Beitrag in englischer Sprache einzureichen. Mehr
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Veranstaltungsvorschau
Als Partnerinstitution des Exzellenzclusters TransforM lädt das Institut zur ersten Ausgabe der öffentlichen Veranstaltungsreihe TransforM Futures ein: Am Freitag, den 8. Mai 2026, findet im Auditorium des Instituts die Podiumsdiskussion “Let’s talk about Moonshot Innovations” mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft statt, bei der es darum geht, wann, warum und wie Moonshot-Innovationen entstehen, sich verbreiten und echte gesellschaftliche Veränderungen bewirken. Im Anschluss an die Diskussion besteht die Möglichkeit zur Beteiligung des Publikums am Gespräch und zum Networking. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei. Wir bitten um Platzreservierung vorab. Mehr
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Der Klimawandel verschärft die Auswirkungen extremer Wetterereignisse und birgt damit erhebliche Risiken für Unternehmen, Investoren und die Wirtschaft. Obwohl die Quantifizierung solcher Risiken zunehmend an Bedeutung gewinnt, weisen bestehende Ansätze zur Abschätzung der Auswirkungen von Extremwetterereignissen erhebliche Einschränkungen auf. Die Autoren haben daher einen neuartigen Ansatz entwickelt, mit dem die Auswirkungen solcher Ereignisse auf Unternehmensebene ermittelt und kategorisiert werden können. Es zeigt sich auch: Unternehmen können nicht nur verlieren, sondern dabei gewinnen.
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Benedict Probst, Leiter des Net Zero Lab, hat zu einem neuen Übersichtsartikel beigetragen, der zehn aktuelle Fortschritte der Klimaforschung mit hoher politischer Relevanz aufzeigt, die verschiedenste Themenbereiche umfassen: (1) den globalen Temperatursprung der Jahre 2023–2024; (2) die Erwärmung der Meeresoberfläche und marine Hitzewellen; (3) terrestrische Kohlenstoffsenken; (4) Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Biodiversitätsverlust; (5) den beschleunigten Rückgang der Grundwasserressourcen; (6) die globale Dengue-Inzidenz; (7) Verluste bei Einkommens- und Arbeitsproduktivität; (8) strategische Überlegungen zur Skalierung von Kohlendioxid-Entnahme (CDR); (9) die Integrität von Märkten für Emissionsgutschriften; und (10) Politikmaßnahmenbündel zur Minderung des Klimawandels.
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Kartellrecht als Klimaschutzinstrument – das klingt ungewöhnlich, ist aber weniger abwegig, als es scheint. Francisco E. Beneke Avíla, wissenschaftlicher Referent am Institut, zeigt am Beispiel Lateinamerikas, wo Wettbewerbsbehörden bereits heute ansetzen könnten und wo der Rechtsrahmen an seine Grenzen stößt. Beneke Avíla fokussiert sich in seiner Analyse auf die Abholzung im Amazonas, die Marktmacht großer Fleischkonzerne und die globale Versorgung mit Lithium und Kupfer.
Francisco E. Beneke Avíla
Competition Law in Latin America and Global Greenhouse Gas Emissions: The Way Forward
World Competition, 48 (1), 125–152
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Künstliche Intelligenz bestimmt immer häufiger, welcher Preis uns beim Online-Shopping angeboten wird. Klaus Wiedemann, wissenschaftlicher Referent am Institut, hat untersucht, was das bedeutet, welche Gesetze uns schützen und wo weiterer Regulierungsbedarf besteht. Mehr
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Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb
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