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Strategiekreis für Technologie und Innovation berät zu Künstlicher Intelligenz und Innovationen im Verteidigungsbereich
Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Strategiekreis für Technologie und Innovation in seiner zweiten Sitzung der 21. Legislaturperiode getagt. Der Strategiekreis setzte seine Beratungen zu den beiden in der Auftaktsitzung am 6. November 2025 festgelegten Themen „Künstliche Intelligenz“ sowie „Innovationen im Verteidigungsbereich“ fort. Zudem wurden Optionen zur Stärkung des deutschen Innovationssystems beleuchtet.
Sechzig Jahre Forschung (1966–2026) – Ein Augenblick zum Innehalten
Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht wurde am 1. März 1966 gegründet und diente ursprünglich der Grundlagenforschung im Bereich des Immaterialgüterrechts. Die Arbeit des Instituts hat die Gesetzgebung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene maßgeblich mitgeprägt und fördert bis heute den evidenzbasierten Diskurs zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Komplexe Innovationsprozesse, ihre Determinanten und Implikationen lassen sich jedoch nicht aus der Perspektive einer einzelnen Disziplin verstehen. Im Jahr 2013 wurde eine neue Abteilung für Innovation and Entrepreneurship Research eingerichtet, um umfassendere Analysen durchzuführen. Die Kombination von rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektiven erlaubt es uns, die Auswirkungen von Regeln, Institutionen und die Folgen technologischen Wandels besser bewerten zu können, insbesondere in einer Zeit, die von Digitalisierung und zunehmend offenen und kollaborativen Innovationsmodellen geprägt ist.
Unser Institut, das 2014 in Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb umbenannt wurde, hat zu einem tieferen Verständnis davon beigetragen, wie Innovation und Wettbewerb zusammenwirken, wie sie durch rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt werden und wie sich Regulierung auf sie auswirkt.
Ebenso zentral für unsere Mission ist die Förderung von Nachwuchsforschenden. Jedes Jahr kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt an das Institut, um an ihren Promotions- und Postdoc-Projekten zu arbeiten, unsere Infrastruktur und Bibliothek zu nutzen und zu einer lebendigen internationalen akademischen Gemeinschaft beizutragen. Initiativen wie das Munich Intellectual Property Law Center (MIPLC) verbinden Forschung, Lehre und Praxis durch internationale juristische Ausbildung.
Auch heute, nach 60 Jahren Forschung, ist unser Selbstverständnis unverändert geblieben: Wir betreiben unabhängige Grundlagenforschung und liefern Erkenntnisse, die zum Verständnis und zur Gestaltung des sich wandelnden Zusammenspiels zwischen Innovation, Wettbewerb und Regulierung beitragen.
Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, die Webpage über unser Institut zu überarbeiten.
Schauen Sie doch einmal vorbei: Das Institut
GEMA versus OpenAI – Professionelle englische Übersetzung kostenlos verfügbar bei GRUR International
Eine professionelle englische Übersetzung des Rechtsstreits GEMA gegen OpenAI (42 O 14139/24) wurde von GRUR International veröffentlicht. Die Übersetzung ist bis einschließlich 15. Februar kostenlos verfügbar. Diese Übersetzung soll eine breitere, sprachlich zugängliche Diskussion sowohl im akademischen als auch im praktischen Kontext fördern.
Call for Papers – Munich Conference on IP, Competition and Innovation
Vom 15. bis 16. Oktober 2026 findet die dritte Conference on IP, Competition and Innovation in Zusammenarbeit mit dem European University Institute (Florenz) statt. Dabei treffen sich die Teilnehmenden erstmals in München. Forschende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften aus den Bereichen IP, Kartellrecht oder Innovationspolitik sind eingeladen, bis zum 30. April 2026 einen unveröffentlichten Beitrag in englischer Sprache einzureichen.
The relationship between intellectual property (IP) rights and competition policy is complex, especially when viewed through the lens of innovation. At a high level, there is a broad consensus that IP and competition policy, each with its own instruments, share the objective of enhancing consumer welfare and promoting innovation and are, in this sense, complementary. In practice, however, the ‘if’ and ‘how’ innovation considerations (e.g., incentives, appropriability and diffusion) inform competition policy design and enforcement, particularly in IP-intensive cases, raise significant analytical and institutional challenges. Technological and societal developments are reshaping innovation processes, from cumulative and data-driven R&D to platform-based ecosystems, with corresponding shifts in how IP rights are deployed as strategic assets in the market. At the same time, differences in the treatment of IP rights under competition policy across jurisdictions can generate geopolitical frictions, given the central role of IP in international trade and the extra-territorial reach of competition rules. Against this background, the Munich Conference on IP, Competition and Innovation welcomes unpublished papers from lawyers and economists, both on cross-cutting and sector-specific IP and competition law issues. The selected contributions will be discussed in-depth during the two-day event, emphasising the societal impact of the research findings.
Call for Papers – Munich Summer Institute 2026
Von 20. bis 22. Mai 2026 findet das zehnte Munich Summer Institute statt, das gemeinsam mit der Cornell University, der ETH Zürich, dem Imperial College London, der LMU, der TUM und der Universität Lausanne organisiert wird. Forschende, die ein Paper präsentieren möchten, sind eingeladen, dieses bis zum 8. Februar online einzureichen. Auch in diesem Jahr wird vorab wieder ein Workshop für Promovierende abgehalten, der am 20. Mai stattfindet.
The Munich Summer Institute 2026 will take place as an in-person event in Munich. The Summer Institute will be preceded by the fifth MSI Ph.D. Workshop on 20 May 2026. A best Ph.D. student paper award will be awarded during the MSI conference dinner.
The Summer Institute will focus on three areas:
- Digitalization, Strategy and Organization
(chairs: Tobias Kretschmer and Christian Peukert), - Innovation and Entrepreneurship
(chairs: Dietmar Harhoff, Joachim Henkel and Hanna Hottenrott), and - Law & Economics of Intellectual Property, Innovation & Digitalization
(chair: Stefan Bechtold and Imke Reimers).
The goal of the Munich Summer Institute is to stimulate a rigorous in-depth discussion of a select number of research papers and to strengthen the interdisciplinary international research community in these areas. Researchers in economics, law, management and related fields at all stages of their career (from Ph.D. students to full professors) may attend the Munich Summer Institute as presenters in a plenary or a poster session, as discussants or as attendees. The Munich Summer Institute will feature two keynote lectures, several plenary presentations, as well as poster sessions (including poster slams).
The Munich Summer Institute will be held at the Max Planck Institute for Innovation and Competition in the heart of Munich. There is no registration fee, but participants are expected to fund their own travel and accommodation. The Munich Summer Institute may provide limited travel scholarships in case of financial hardship.
Keynote Speakers
- Hong Luo (University of Toronto, Rotman School of Management)
- Ariel Dora Stern (Hasso Plattner Institute and University of Potsdam)
Paper submission procedure
Researchers who would like to present a paper are invited to submit their paper online by 8 February 2026. The Munich Summer Institute only considers papers which have not been published or accepted for publication at the date of submission. Paper selections will be announced in late March 2026. The program of the Munich Summer Institute will be available by early April 2026. All accepted papers will be made available to all participants by 1 May 2026. Researchers who would like to attend the Munich Summer Institute without giving a presentation should contact msi2026(at)ip.mpg.de by 15 April 2026.
Further information
More information is available at the MSI website. Any questions concerning the Munich Summer Institute should be directed to msi2026(at)ip.mpg.de.
Das Programm ist da! − RISE8 Workshop
Am 15. und 16. Dezember 2025 findet am Institut bereits der achte “Research in Innovation, Science and Entrepreneurship Workshop” von jungen Forschenden für junge Forschende statt. Die Teilnehmer*innen erwarten spannende Themen und ein anregender Austausch. Matt Marx, Bruce F. Failing Sr. Professor und Faculty Director of Entrepreneurship an der Cornell University, hält die Keynote zum Thema “Connecting Science to Innovation: Open Data and Machine Learning Approaches”.
Der Workshop wurde erstmals 2018 von jungen Forscherinnen und Forschern organisiert und wendet sich an Promovierende sowie Junior Postdocs weltweit. Er bietet jungen Wissenschaftler*innen die Gelegenheit, Ihre Arbeiten zu präsentieren, Feedback von erfahrenen Forschenden zu erhalten und sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Forschungsinstitutionen auszutauschen.
Hier zum Programm RISE8 (PDF).
Mehr auf der Website des RISE8 Workshop.
Dietmar Harhoff in den Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers berufen
Starkes Signal für Innovation: Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Donnerstag, den 6. November 2025, zur Auftaktsitzung des Strategiekreises für Technologie und Innovation ins Bundeskanzleramt eingeladen. Dietmar Harhoff, Direktor am Institut und Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung, wird seine Expertise und Erfahrungen im Bereich der Politikberatung in das Gremium einbringen.
Der Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers ist das höchste technologie- und innovationspolitische Beratungsgremium der Bundesregierung. Er wurde vom Bundeskanzler für die 21. Wahlperiode berufen und setzt sich aus Mitgliedern der Bundesregierung und hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft und Wirtschaft zusammen.
An der ersten Sitzung nahmen von Regierungsseite auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Bundesdigitalminister Karsten Wildberger sowie der Chef des Bundeskanzleramts Thorsten Frei teil. Der Bundesfinanzminister als weiteres ständiges Mitglied und der Bundesverteidigungsminister wurden jeweils durch einen Staatssekretär vertreten.
Der Strategiekreis nimmt neue Entwicklungen, Erkenntnisse und Trends im Innovationskreislauf in den Blick und diskutiert konkrete Vorschläge zur Stärkung des Forschungs- und Innovationssystems, der Resilienz und der technologischen Souveränität. Sein Ziel ist es, die Potenziale aus wissenschaftlicher Forschung und Unternehmen für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts sowie zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu heben. Themen der Auftaktsitzung waren die Stärkung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie bei Künstlicher Intelligenz.
Die Schlüsselthemen der ersten Sitzung
Im Mittelpunkt der ersten Sitzung standen zwei Schlüsselthemen, die über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheiden werden:
- Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für Produktivität und Wertschöpfung
- Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und deren Bedeutung für Freiheit, Sicherheit und technologische Souveränität
Erstens wurde die weltweit hohe Entwicklungsdynamik der KI und ihre Potenziale für Produktivitätssteigerungen in Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung thematisiert. Die Mitglieder des Strategiekreises waren sich einig, dass der Stellenwert dieser Zukunftstechnologie nicht mehr ausschließlich unter dem Aspekt von Wertschöpfung und Wohlstand in Deutschland zu betrachten ist, sondern auch im Kontext aktueller gesellschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen diskutiert werden muss.
Zweitens wurden Innovationspotenziale im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beleuchtet. Vor dem Hintergrund aktueller Initiativen der Bundesregierung wurden Möglichkeiten erörtert, den Beschaffungsprozess weiter zu beschleunigen, den Fähigkeitsaufbau durch Innovationsräume und iterative Vorgehensweisen zu stärken sowie Skaleneffekte in der Produktion auszulösen.
Auf Basis eines Benchmarkings zu den Stärken und Schwächen des Innovationssystems im internationalen Vergleich hat der Strategiekreis in seiner Auftaktsitzung sein Ambitionsniveau definiert. Es gilt, Transferpotenziale durch kraftvolle Initiativen und eine substanzielle Verbesserung der Rahmenbedingungen entlang der gesamten Innovationskette zu heben.
Der Steuerkreis und seine Mitglieder
Der Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers wird inhaltlich von einer Geschäftsstelle vorbereitet, die bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften angesiedelt ist.
In den Steuerkreis des Strategiekreises für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers wurden folgende Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft berufen:
- Prof. Dr.-Ing. Thomas Weber | acatech Präsident – Vorsitz des Steuerkreises
- Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka | Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
- Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. | Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb
- Dr. Jarosław Kutyłowski | Gründer und CEO von DeepL SE
- Prof. Dr. Astrid Lambrecht | Vorstandsvorsitzende der Forschungszentrums Jülich GmbH in der Helmholtz-Gemeinschaft
- Peter Leibinger | Aufsichtsratsvorsitzender TRUMPF; Präsident BDI
- Prof. Dr. Özlem Türeci | Mitgründerin und CMO von BioNTech SE
- Grazia Vittadini | CTO und Mitglied des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG
Zwei junge Forscherinnen bei Lindauer Nobelpreisträgertagung der Wirtschaftswissenschaften
Gleich zwei unserer Nachwuchswissenschaftlerinnen wurden in diesem Jahr zur Lindauer Nobelpreisträgertagung der Wirtschaftswissenschaften eingeladen, die von 26. bis 30. August 2025 am Bodensee stattfand – ein besonderes Privileg und eine einzigartige Erfahrung für Elisabeth Hofmeister und Ulrike Morgalla.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 haben sich die Lindauer Nobelpreisträgertagungen zu einem einzigartigen internationalen Wissenschaftsforum entwickelt. Jedes Jahr kommen etwa 30 – 40 Nobelpreisträger*innen in Lindau zusammen, um sich über verschiedene Generationen, Kulturen und Disziplinen hinweg mit der nächsten Generation führender Wissenschaftler*innen auszutauschen.
Der Schwerpunkt der Lindauer Tagungen wechselt jährlich zwischen den drei wissenschaftlichen Disziplinen des Nobelpreises, Physik, Chemie oder Physiologie/Medizin. Alle fünf Jahre findet eine interdisziplinäre Tagung statt, alle drei Jahre die Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften. Die vielfältigen Formate des wissenschaftlichen Programms – Vorträge, Diskussionen und vieles mehr – ermöglichen den Dialog untereinander und regen den Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen zwischen und unter Nobelpreisträger*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen an.
Im Sommer 2025 fanden die 74. Lindauer Tagung (Chemie) und die Lindauer Nobel-Tagung der Wirtschaftswissenschaften statt.
Ulrike Morgalla ist seit Oktober 2023 Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Innovation and Entrepreneurship Research unter der Leitung von Dietmar Harhoff. Seit Mai 2024 arbeitet Sie mit Benedict Probst im Net Zero Lab und untersucht die wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels mit besonderem Schwerpunkt auf der Bepreisung von CO₂. Ihr persönliches Highlight der Lindauer Tagung war der Science Walk mit Joseph E. Stiglitz, der den Wirtschaftsnobelpreis (Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften) im Jahr 2001 erhielt. Er war gemeinsam mit George Akerlof und Michael Spence für die grundlegenden Beiträge zur Theorie der Märkte mit asymmetrischer Information ausgezeichnet worden.
Ulrike Morgalla betont, dass seine Werke wie z.B. “Globalization and Its Discontents” und “People, Power, and Profits” sie bereits im Bachelor-Studium geprägt und dazu motiviert hätten, die Mechanismen und Entwicklungen moderner Volkswirtschaften besser verstehen zu wollen. Durch seine Arbeiten habe sie zudem gelernt, kritisch zu hinterfragen, was im Studium der Volkswirtschaftslehre vermittelt wird. Besonders spannend war, nun mit ihm persönlich darüber zu sprechen, welche seiner Werke er selbst als am einflussreichsten einschätzt, wie er mit Rückschlägen umgeht oder wie er die Entwicklung der Umweltökonomik in der stark neoklassisch geprägten Lehre der VWL beurteilt.
Elisabeth Hofmeister ist seit Oktober 2021 Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung des Instituts. Sie erforscht die Determinanten der F&E-Produktivität in forschungsintensiven Branchen, insbesondere in der Pharma- und Biotechnologieindustrie.
Mit Hilfe ökonometrischer Methoden untersucht sie Fragen zu verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses, von der Entscheidung über erste F&E-Investitionen bis hin zur Markteinführung einer Erfindung. Oft betrachtet sie diese Fragen aus der Perspektive von Unternehmen, berücksichtigt dabei aber auch die Rolle einzelner Forschender. Sie hatte die besondere Gelegenheit, ihre Forschung in einer Next Gen Science Session vorzustellen und sprach dabei über “Strategic Reserves – Shelved Innovation as a Real Option”.
Sie wurde ausgewählt, im Blog “Women in Research #LINOecon” der Lindauer Tagung in einem inspirierenden Interview über ihren bisherigen Weg, ihre Motivation und weiteren Pläne zu berichten: Interview mit Elisabeth Hofmeister. Zudem spricht sie in einem kurzen Video für den LinkedIn-Kanal der Lindau Nobel Laureate Meetings darüber, welche ganz spezielle Erkenntnis sie während der Tagung für Ihre weitere Arbeit mitgenommen hat: Kurzvideo mit Elisabeth Hofmeister.
Die beiden jungen Forscherinnen hat besonders beeindruckt, wie nahbar sich die 20 Nobelpreisträger und eine Nobelpreisträgerin, die alle gleichzeitig vor Ort waren, gezeigt haben. Während der gemeinsamen Mahlzeiten und Pausen ergaben sich immer wieder informelle Gespräche mit ihnen. Diese persönlichen Austauschmöglichkeiten haben die Nachwuchswissenschaftlerinnen sehr bereichert.
Call for Contributions: National Innovation Systems in Central Asia – Ein interdisziplinärer Sammelband
Wir laden Sie ein, Kapitelkonzepte für das demnächst erscheinende Buch National Innovation Systems across Central Asia, einzureichen. Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist es, durch eine reflektierende, kontextbezogene Analyse ein umfassendes Verständnis dafür zu entwickeln, wo die zentralasiatischen Staaten hinsichtlich ihrer Visionen und Strategien für Innovation stehen.
Zwar hat die Region in den letzten Jahrzehnten erhebliche soziale, wirtschaftliche und rechtliche Reformen durchgeführt, doch mangelt es nach wie vor an einer kritischen Bewertung auf der Grundlage einer systematischen Analyse, insbesondere in der englischsprachigen Literatur.
Um diese Lücke zu schließen, werden für die Sammlung vielfältige, fundierte Perspektiven eingeworben und präsentiert, die Folgendes bieten:
- Interpretative Analysen der Entwicklung der nationalen Innovationssysteme in Zentralasien samt Untersuchung bestimmter Phänomene und prägender Faktoren („Wie sind wir dahin gekommen, wo wir heute stehen?“)
- Normative Bewertungen der Frage, wie die nationalen Innovationssysteme in der Region weiterentwickelt werden sollten („Wie geht es weiter?“)
Alle Details und Themenvorschläge finden Sie in der Concept Note.
- Die Deadline für das Kurzkonzept (300–500 Wörter) ist der 10. August 2025.
- Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und einen kurzen Lebenslauf an Dr. Daria Kim (Herausgeberin) daria.kim(at)ip.mpg.de
- Benachrichtigung: 25. August 2025
- Abgabe der fertigen Kapitel (6.000 - 8.000 Wörter): 31. Oktober 2025
- Wir erwarten die Veröffentlichung des Buchs im Jahr 2026.
TransforM erhält Förderung als Exzellenzcluster
Am 22. Mai 2025 wurde bekannt gegeben, dass das Munich Center for Transformative Technologies and Societal Changes (TransforM) im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder in den nächsten sieben Jahren als einer von 70 Exzellenzclustern von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Das Institut ist am Exzellenzcluster beteiligt, Dietmar Harhoff war Mitantragsteller.
TransforM soll die Sozialwissenschaften für hochtechnisierte Gesellschaften vorantreiben, um die transformative Kraft von Technologie besser verstehen und gestalten zu können. Ziel ist, zu erforschen, warum, wann und wie Technologien gesellschaftliche Veränderungen bewirken, und Transformationspfade durchgängig – von den frühen Phasen ihrer Entstehung bis hin zu ihren weitreichenden sozioökonomischen Auswirkungen – kritisch zu bewerten und zu begleiten.
Der Antrag wurde von der Technischen Universität München (TUM) eingereicht. Weitere beteiligte Institutionen sind das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, und an der Ludwig-Maximilians-Universität das Institut für Leadership und Organisation mit Prof. Martin Högl sowie das ifo Zentrum für Innovationsökonomik und Digitale Transformation mit Prof. Oliver Falk. Kooperationspartner sind Bayern Innovativ, das Bayerische Forschungsinstitut für digitale Transformation – bidt, DEEP Ecosystems, das Deutsche Museum, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und UnternehmerTUM.
TransforM stellt sich der doppelten Herausforderung, die Grundlagenforschung in den Sozialwissenschaften für technologisierte Gesellschaften voranzubringen und die Technologieentwicklung aus sozialwissenschaftlicher Perspektive neu zu denken. Im interdisziplinären sozialwissenschaftlichen Cluster mit Schwerpunkt auf Technologie sollen bestehende Theorien und Methoden erweitert werden, um transformative Technologien so entwickeln zu können, dass sie den vielfältigen gesellschaftlichen Bedürfnissen besser gerecht werden.
Weitere Informationen: https://transform-cluster.de/