Verschiedenes  |  15.01.2020

Innovation & Entrepreneurship Seminar: Schon mehr als 150 internationale Gastvorträge

Die Max Planck Innovation & Entrepreneurship Seminarreihe der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung, vormals Brown Bag-Seminar, ist mittlerweile eine fest etablierte Größe in der Münchner Forschungslandschaft und darüber hinaus.

Foto: Myriam Rion

Die Innovation & Entrepreneurship Seminarreihe, bis Ende 2019 noch unter dem Namen Brown Bag-Seminar, wurde kurz nach Einrichtung der von Dietmar Harhoff geleiteten Abteilung im Jahr 2013 ins Leben gerufen. Die Seminare finden üblicherweise in wöchentlichem Turnus statt und sind auch für externe Forschende und Studierende offen. Seit Einrichtung der Seminarreihe haben nunmehr bereits über 150 Gastvorträge von Forschenden aus ganz Europa, den USA, Kanada, Afrika und Asien stattgefunden.


Zur Seminarreihe


Kommende Veranstaltungen

Verschiedenes  |  05.12.2019

Call for Papers - Munich Summer Institute 2020

Forscher, die ein Paper präsentieren möchten, sind eingeladen, dieses bis zum 29. Februar 2020 online einzureichen.

From 2 to 4 June 2020, the Center for Law & Economics at ETH Zurich, the Chair for Technology and Innovation Management at TUM, the Institute for Strategy, Technology and Organization at LMU Munich and the Max Planck Institute for Innovation and Competition will jointly organize the fifth Munich Summer Institute.


The Summer Institute will focus on three areas:

The goal of the Munich Summer Institute is to stimulate a rigorous in-depth discussion of a select number of research papers and to strengthen the interdisciplinary international research community in these areas. Researchers in economics, law, management and related fields at all stages of their career (from Ph.D. students to full professors) may attend the Munich Summer Institute as presenters in a plenary or a poster session, as discussants or as attendants. The Munich Summer Institute will feature three keynote lectures, 18 plenary presentations and a daily poster session (including a poster slam). Paper presentations will be grouped by topics, not discipline or method. The Munich Summer Institute will be held at the Bavarian Academy of Sciences and Humanities in the heart of Munich. Participation is by invitation only. The organizers will fund travel and hotel expenses for all plenary speakers and hotel expenses for all poster presenters and invited discussants.


Keynote speakers are:

Paper submission procedure

Researchers who would like to present a paper are invited to submit their paper online until 29 February 2020, at  http://editorialexpress.com/conference/msi2020. The Munich Summer Institute only considers papers which have not been published or accepted for publication at the date of submission. Paper selections will be announced in early April 2020. The program of the Munich Summer Institute will be available in early May 2020. Final papers will be made available to conference participants on a public website, and are due on 1 May 2020. Researchers who would like to attend the Munich Summer Institute without giving a presentation should contact one of the organizers by 1 May 2020.


Further information

More information is available at the MSI website. Any questions concerning the Munich Summer Institute should be directed to Stefan Bechtold, Jörg Claussen, Dietmar Harhoff, Joachim Henkel, Hanna Hottenrott or Tobias Kretschmer.

Verschiedenes  |  27.11.2019

Zukunftskommission analysiert Chancen und Herausforderungen für Politik und Gesellschaft

Digitalisierung, Klimawandel, Migration – die Kommission Niedersachsen 2030 schaut aufs große Ganze. Dietmar Harhoff, Leiter des Gremiums, spricht über Chancen und Herausforderungen.

Foto: Jasper Erich, Staatskanzlei Niedersachsen.

Ein wissenschaftliches Expertenteam unter Leitung von Dietmar Harhoff soll im Auftrag der niedersächsischen Landesregierung Handlungsoptionen erarbeiten, wie das Bundesland auf aktuelle große gesellschaftliche Herausforderungen reagieren kann. In den nächsten Jahren werden wesentliche Weichen für zukünftige Entwicklungen gestellt. Bis Ende 2020 sollen zwölf renommierte Experten Chancen und Herausforderungen analysieren.


Mögliche Ergebnisse will Harhoff nicht vorwegnehmen. Die Kommission wolle aber „Handlungsoptionen aufzeigen, Schwachstellen offenlegen und Empfehlungen geben“ – und das mit langfristiger Perspektive. „Wer nur bis zum Ende der Legislaturperiode denkt, kann keine großen Pläne umsetzen“, sagt Harhoff. „Die Zeit bis zum Jahr 2030 ist für die Landespolitik ein guter mittelfristiger Planungshorizont.“


Digitalisierung


Ministerpräsident Stephan Weil hatte schon beim ersten Fachtreffen beschrieben, dass von allen Veränderungen die Digitalisierung wohl die tiefgreifendste sei. Wie es weitergeht, darüber streiten die Experten, sagt Harhoff. Im Bereich der Mobilität etwa seien Neuerungen aber wahrscheinlich. „Viele Experten erwarten beispielsweise, dass sich das autonome Fahren, bei dem Fahrerinnen und Fahrer zu Passagieren werden, aber noch eingreifen können, in fünf bis zehn Jahren durchsetzen wird.“ Neben Bund und Kommunen müsse sich auch das Bundesland darauf vorbereiten – etwa mit Reallaboren zur Erprobung des autonomen Fahrens.


Klimawandel


Laut Harhoff sei Niedersachsen als Küstenland besonders vom Klimawandel betroffen – und daher im Besonderen gefordert, sich für den Klimaschutz zu engagieren. „Das Land kann beispielsweise mit Fördermitteln eine Richtung in der Forschung vorgeben und sagen: Das ist relevant.“ Die Kommission könne die Politik zudem nach dem Best-Practice-Prinzip auf gute Vorbilder aufmerksam machen. Das Nachbarland Niederlande etwa beschäftige sich schon seit Jahrhunderten mit dem Küstenschutz. Zuletzt machten die Nachbarn mit einem Tempolimit von 100 km/h zur Senkung von Stickoxiden auf sich aufmerksam, zudem gilt das Land als Vorreiter beim Ausbau des Radverkehrs.


Migration


Um das alles bestimmende Thema Migration ist es mittlerweile in der Politik ruhiger geworden – die Kommission wird es trotzdem behandeln. „Die Frage der Zuwanderung ist auch eine kulturelle Frage“, sagt Harhoff und erläutert: „In Japan beispielsweise wird die Robotik auch deswegen so stark gefördert, weil die Bürger angesichts der älter werdenden Gesellschaft in der Pflege lieber auf Roboter als auf Zuwanderer ausweichen wollen.“ Für Niedersachsen gehe es vor allem darum, wie die Eingliederung von Zugewanderten unterstützt oder wie der Fachkräftemangel aufgefangen werden kann.


Das Ziel der Kommission


„Wissenschaftler sind nicht die besseren Politiker“, sagt Harhoff. „Wir können die Politik aber bei schwierigen Entscheidungen beraten.“ Dabei wird ein langer Atem vonnöten sein. Viele Themen der Kommission sind so groß, dass es dauern wird, bis sich die Wirkung einzelner Veränderungen zeigt. „Bis 2025 können wir sehen, ob unsere Empfehlungen aufgegriffen werden und es zum Beispiel intensive politische Diskussionen im Landtag darüber gibt“, sagt Harhoff. „Bis 2030 würde ich mir erhoffen, dass einige der Maßnahmen auch erste Effekte zeigen. Gerade bei Ernährung und Klimawandel benötigen die Veränderungen viel Zeit, daher muss man früh anfangen.“


Mehr Informationen:
Pressespiegel
Kommission Niedersachsen 2030

Verschiedenes  |  25.10.2019

Identity Valley: Digitale Revolution braucht digitale Verantwortung – Eine Münchner Initiative für wertebasierte Digitalisierung

Die Initiative Identity Valley (IDV) ist als europäische Reaktion auf die Dominanz des amerikanischen Silicon Valley entstanden und bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an einen Tisch, um persönliche Identität zu schützen und dennoch digitale Innovation zu ermöglichen. Dietmar Harhoff unterstützt die Initiative als Mitglied einer Expertenkommission.

Abbildung: IDV.

IDV bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an einen Tisch, um sich für Europa als „das Valley“ für eine glaubwürdige, transparente und wertebasierte Digitalökonomie einzusetzen. Ziel der gemeinnützigen Plattform ist, persönliche Identität zu schützen, gemeinsames Vertrauen zu fördern und digitale Innovation zu ermöglichen. Im Verständnis von Identität als Nukleus einer wertebasierten Digitalisierung soll Identity Valley Chancen für eine deutsch-europäische Digitalökonomie schaffen.


Die Initiative schafft ein Forum für Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler und Bürger in Europa und will das Vertrauen zwischen Mensch und Maschine im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz fördern. Es geht um wertebasierte Ökonomie, unternehmerische Verantwortung, ein würdiges Miteinander von Mensch und Maschine und Identität. Digitale Identität sowie Produkte und Services, die Identitäten respektieren und schützen, sind ein kritischer Erfolgsfaktor für die Zukunft.


Die Initiative wird von mehreren Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und unter anderem vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie vom Bundesverband KI e.V. unterstützt.


Dietmar Harhoff, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung, erläutert: „Wir müssen jetzt neue Geschäftsmodelle entwickeln, die auf der Basis eines kontrollierten Umgangs mit Daten funktionieren, aber gleichzeitig auch Anreize für Innovationen bereithalten. Dafür sind neue technische wie rechtliche Voraussetzungen zu schaffen. Das Identity Valley startet hierzu als eine neue Organisation, die sich für eine auf Vertrauen, Privatheit und persönliche Identität gestützte Datenwirtschaft einsetzt, abgeleitet aus der humanistischen Tradition Europas.“


Mehr Informationen unter identityvalley.org.

Verschiedenes  |  16.10.2019

Das Programm ist da! − RISE2 Workshop

Am 16. und 17. Dezember 2019 findet am Institut der zweite „Research in Innovation, Science and Entrepreneurship Workshop“ (RISE2) von und für junge Forschende statt.
Das Programm des RISE2 Workshop 2019 ist jetzt verfügbar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten spannende Themen und ein anregender Austausch. 

Der Workshop wurde erstmals 2018 von jungen Forschern und Forscherinnen organisiert und wendet sich an Promovierende sowie Junior Post-docs weltweit. Er bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Gelegenheit, Ihre Arbeiten zu präsentieren, Feedback von erfahrenen Forschenden zu erhalten und sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Forschungsinstitutionen auszutauschen. Die Keynote wird in diesem Jahr von Pierre Azoulay gehalten, Professor an der MIT Sloan School of Management und Research Associate am National Bureau of Economic Research.


Hier zum Programm.
Mehr auf der Workshop-Website RISE2 Workshop.

Verschiedenes  |  08.10.2019

Call for Papers: “TRIPS Flexibilities and Public Health”

Das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb veranstaltet gemeinsam mit dem South Centre ein “Global Forum on Intellectual Property, Access to Medicines and Innovation”. Die Konferenz wird am 9. und 10. Dezember 2019 in München stattfinden. Die Einsendefrist für Paper ist der 15. Oktober 2019.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.southcentre.int/call-for-papers-september-2019/

Verschiedenes  |  30.09.2019

Call for Papers: 14th Workshop “The Organisation, Economics and Policy of Scientific Research”

Das Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb organisiert gemeinsam mit der TU München und dem BRICK, Collegio Carlo Alberto, den 14. Workshop “The Organisation, Economics and Policy of Scientific Research”, der am 23. und 24. April 2020 an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München stattfinden wird. Forscher, die ein Paper präsentieren möchten, sind eingeladen, dieses bis zum 15. Januar 2020 einzureichen.

We aim to attract contributions from both junior and senior scholars on topics related to the organisation, economics and policy of scientific research. A minimum number of slots are reserved for junior researchers (PhD students or Postdocs who obtained their PhD since 2017).


Contributions are invited on (but not limited to) one or more of the following topics:

  • Evaluation of science policy
  • Role of gender and family in scientific research
  • Organising research activities in universities, PROs and private R&D labs
  • Spillovers from scientific research
  • Collaboration and research networks
  • Scientific careers and mobility
  • Role of ethics, trust and replicability in science


Please submit unpublished papers or extended abstracts (min 3 pages) by 15 January 2020 via
https://easychair.org/cfp/woepsr2020. We strive to notify submitters by 29 February 2020.


Up to 18 contributions will be selected by a scientific committee based on novelty, academic quality and relevance. All presentations will have a discussant.


See Workshop Website.
Download Call for Papers here.

Verschiedenes  |  18.09.2019

Leipzig wird Sitz der Agentur für Sprunginnovationen (SprinD)

Die Gründungskommission der SprinD hatte im Juli 2019 Empfehlungen für die Agentur abgegeben.

Auf Basis dieser Empfehlungen haben die Ministerien und der Gründungsdirektor nunmehr die Standort­entscheidung getroffen. Die Agentur für Sprunginnovationen der Bundesregierung wird ihren Sitz in Leipzig haben.

Leipzig wird Sitz der Agentur für Sprunginnovationen. V.l.n.r.: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovationen Rafael Laguna de la Vera. Quelle: BMBF/Hans-Joachim Rickel.

Im Juli 2019 hatte die Gründungskommission der SprinD unter Leitung von Dietmar Harhoff dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie empfohlen, den Softwareunternehmer und Open-Source-Pionier Rafael Laguna zum Gründungsdirektor der Agentur zu ernennen.


Die Kommission hatte zudem empfohlen, die Wahl des Standorts für die Agentur einvernehmlich durch den Gründungsdirektor und die Ressortleitungen vornehmen zu lassen. Diese Entscheidung haben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Gründungsdirektor Rafael Laguna nun am heutigen Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Agentur wird demnach als GmbH in Leipzig gegründet werden und dort ihre Zentrale haben.


Bundesminister Altmaier: „Leipzig ist bereits heute ein innovationspolitischer Leuchtturm. Die Agentur für Sprunginnovationen wird die Strahlkraft der Stadt nun noch erhöhen. Wir haben uns bewusst für einen Standort in einem ostdeutschen Bundesland entschieden – ohne Abstriche bei den anderen Kriterien zu machen: Urbanität, unternehmerische Innovationskraft, Wissenschaftsorientierung und ausgezeichnete Verkehrsanbindungen waren entscheidend. Wir sind überzeugt, dass Leipzig ein attraktiver und leistungsstarker Sitz für die Agentur ist.“


Bundesministerin Karliczek: „Mit der Agentur für Sprunginnovationen gehen wir in der Bundesrepublik Deutschland einen völlig neuen Weg in der Innovationspolitik. Herr Laguna hat als Gründungsdirektor bei der Standortsuche größtmögliche Freiheiten erhalten und sich nach reiflicher Abwägung klar für Leipzig ausgesprochen. Diese Empfehlung von Herrn Laguna ist überzeugend begründet. Leipzig steht für Zukunft und beweist, dass die ostdeutschen Länder Orte der Innovation sind. Nun kann die Arbeit der Agentur für Sprunginnovation mit voller Kraft vorangetrieben werden. Alle Denker und Macher in Deutschland sind zum Mitmachen eingeladen.“


Rafael Laguna de la Vera: „Diese Entscheidung, 30 Jahre nach der friedlichen Revolution, ist auch ein politisches Signal. Für mich persönlich schließt sich hier ein Kreis, 45 Jahre nachdem ich die damalige DDR verlassen habe, kann ich nun mithelfen, die enorme Aufbruchsstimmung in Leipzig zu nutzen und zu verstärken.“


Dietmar Harhoff kommentierte die Entscheidung: „Ich gratuliere den Vertretern der Stadt Leipzig, denn die Konkurrenz war stark. Die Agentur für Sprunginnovationen ist einen weiteren großen Schritt vorangekommen. Nun kann auch die Gründung der Agentur als GmbH vollzogen werden, und die ersten Projekte können gestartet werden.“


In der Zentrale der Agentur werden voraussichtlich 35-50 Personen beschäftigt werden. Mit der Agentur für Sprunginnovationen geht die Bundesregierung einen neuen Weg in der zivilen Forschungsförderung. Die Agentur soll bahnbrechenden Innovationen “made in Germany” zum Durchbruch verhelfen.


Hier zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.


Mehr zur Gründungskommission der SprinD hier.

Verschiedenes  |  17.07.2019

Rafael Laguna de la Vera wird Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovationen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier haben die einstimmige Empfehlung der Gründungskommission der Agentur für Sprunginnovationen unter Vorsitz von Dietmar Harhoff verkündet: Der Technologiepionier, Gründer und Innovator Rafael Laguna soll Gründungsdirektor der SprinD werden.

Rafael Laguna de la Vera. Quelle: Open Xchange

Als Standort der Agentur hat die Gründungskommission eine gut entwickelte urbane Region mit starker Wissenschaftsorientierung, zum Beispiel die Metropolregion Berlin, empfohlen. Die endgültige Standortentscheidung soll nach Empfehlung der Gründungskommission im Einvernehmen mit dem künftigen Direktor getroffen werden.


Beide Minister dankten der Kommission unter der Leitung von Dietmar Harhoff für ihren wertvollen unternehmerischen, wissenschaftlichen und politischen Input: „Mit Herrn Laguna hat die Gründungskommission eine exzellente Empfehlung getroffen. Mit ihm an der Spitze soll die Agentur für Sprunginnovationen schnellstmöglich an den Start gehen. Sie wird dazu beitragen, dass Deutschland noch innovativer wird. Davon werden wir alle profitieren“, betonte Bundesforschungsministerin Karliczek.


Bundeswirtschaftsminister Altmaier sagte: „Mit Herrn Laguna an der Spitze wird es der Agentur gelingen, Potenziale für Sprunginnovationen in Deutschland zu heben und diese erfolgreich in den Markt zu bringen. Sprunginnovationen sollen nicht nur in Deutschland erdacht, sondern hier verwertet und auf den Markt gebracht werden. Das sichert unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit sowie Arbeitsplätze in Deutschland.“


Auch Rafael Laguna freut sich über die Empfehlung: „Die Aufgabe, eine solche Agentur zu schaffen, ist ungemein vielversprechend und reizvoll, und für mich persönlich die konsequente Fortsetzung meiner Mission, europäisch-humanistisch geprägte, wirtschaftsnahe Innovation zu schaffen.“


Mit der Gründung der Agentur für Sprunginnovationen in den kommenden Wochen wird ein Beschluss des Bundeskabinetts umgesetzt. Die Agentur soll bahnbrechenden Innovationen „made in Germany“ zum Durchbruch verhelfen. Hochinnovative Ideen aus Forschung und Entwicklung sollen neue Wertschöpfung ermöglichen und ein großer gesellschaftlicher Nutzen erzielt werden.


Eine wichtige Aufgabe der Agentur wird sein, Entwicklungen in der Wissenschaft und Wirtschaft zu beobachten und ihr Potenzial für disruptive Innovationen zu erkennen. Die Agentur selbst wird durch Wettbewerbe und andere Förder-Formate neue Potenziale und ihre Protagonisten sichtbar machen. Aus einer Vielzahl von Forschungsansätzen gilt es jene herauszufiltern, die möglicherweise alte Geschäftsmodelle durch gänzlich neue ersetzen können. Sind konkrete Themen identifiziert, gibt die Agentur die Chance, diese in einem unternehmerischen Design in Projekt-GmbHs umzusetzen. Hierfür stehen höchstens fünf Jahre zur Verfügung. Im Erfolgsfall können sie veräußert und Ausgangspunkt einer wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte werden.


Hier zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.


Mehr zur Gründungskommission der SprinD hier.

Verschiedenes  |  16.05.2019

Dietmar Harhoff übergibt EFI-Vorsitz an Uwe Cantner

Die beiden Wissenschaftler ziehen eine positive Bilanz von zwölf Jahren Politikberatung. Die Expertenkommission Forschung und Innovation hat einiges erreicht − viele Empfehlungen der EFI sind heute Realität.

Positive Bilanz nach zwölf Jahren Politikberatung bei der EFI. Foto: Myriam Rion

Seit 1. Mai 2019 hat die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) mit Uwe Cantner, Professor für Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, einen neuen Vorsitzenden. Er übernimmt diese Funktion von Dietmar Harhoff, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, der die Kommission seit ihrer Gründung im Jahr 2007 geleitet hat und seit März 2019 den Vorsitz der Gründungskommission zum Aufbau der Agentur für Sprunginnovationen führt.


Anlässlich der Übergabe des Vorsitzes ziehen die beiden Wissenschaftler eine Bilanz der bisherigen Kommissionsarbeit. Beide stimmen überein, dass die Expertenkommission mit ihrer Beratungstätigkeit in den vergangenen Jahren einiges erreicht hat. „Viele Empfehlungen der EFI sind heute Realität“, resümieren Dietmar Harhoff und Uwe Cantner.


Dietmar Harhoff verweist auf zentrale Punkte: „Mit dem klaren Bekenntnis zum 3,5-Prozent-Ziel hat die Bundesregierung nicht nur eine Anregung der Expertenkommission übernommen. Sie zeigt damit, dass es ihr mit der weiteren Förderung von Forschung und Innovation in Deutschland ernst ist. Ich persönlich freue mich zudem über die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Wagniskapital und Start-ups. Hier ist die Bundesregierung einer ganzen Reihe von Detailforderungen der EFI gefolgt. Von der Reform der Verlustverrechnung bei Körperschaften über den Ausbau des INVEST-Zuschusses für Wagniskapital bis hin zum Verzicht auf eine Steuerpflicht auf Veräußerungsgewinne bei Streubesitzanteilen an Kapitalgesellschaften hat die Bundesregierung gezeigt, dass sie die von der Expertenkommission immer wieder herausgestellte Bedeutung von Start-ups für das deutsche F&I-System anerkennt.“


„Die EFI hat darüber hinaus noch weitere wichtige Entwicklungen angestoßen“, ergänzt Cantner. „Seit meinem Einstieg in die Kommissionsarbeit im Jahr 2016 sind mit der Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für den Aufbau eines bundeseinheitlichen E-Government sowie der Einführung einer Wissenschaftsschranke im Urheberrecht zwei weitere Empfehlungen der EFI umgesetzt worden. Des Weiteren hat unsere beständige Betonung der Digitalisierung mit ihren Auswirkungen zu einer deutlich stärkeren Ausrichtung der BMBF-Förderung auf digitale Themen geführt. Auch unser Ceterum Censeo für eine Förderung des Wissens- und Erkenntnistransfers aus der Wissenschaft ist mittlerweile auf fruchtbaren Boden gefallen, wie der gerade erst beschlossene Pakt für Forschung und Innovation 2019 zeigt.“


Wie sich die Politik in Sachen Forschung und Innovation bewegen kann, zeigen aktuell auch zwei in Umsetzung befindliche Großprojekte, die von der EFI mit angestoßen wurden − die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung sowie die Einrichtung einer Agentur für Sprunginnovationen. „Die steuerliche Forschungsförderung ist die älteste und mit Abstand am häufigsten vorgetragene Forderung der EFI. Umso mehr freut es mich, dass die Umsetzung nun endlich zu gelingen scheint“, so Dietmar Harhoff. Sehr positiv sehen Harhoff und Cantner auch die Entscheidung der Bundesregierung, eine Agentur für Sprunginnovationen einzurichten: „Mit der Agentur geht die Bundesregierung bei der Innovationsförderung einen neuen, vielversprechenden Weg. Zugleich hat sie mit ihrer Entscheidung gezeigt, dass sie schnell und entschlossen handeln kann.“


Dass der Expertenkommission nach der Umsetzung dieser Vorhaben die Themen ausgehen könnten, glauben Uwe Cantner und Dietmar Harhoff nicht. „Forschung und Innovation sorgen dafür, dass sich Wirtschaft und Gesellschaft weiterentwickeln und dabei immer wieder strukturell verändern. Fortwährend die Bedingungen so anzupassen, dass solche Entwicklungen immer wieder gelingen können, bleibt eine dauerhafte Aufgabe“, so Uwe Cantner. „Diesen Prozess als EFI-Vorsitzender mitzugestalten, ist eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.“


Mehr unter www.e-fi.de.