Aktuelles aus der Forschung  |  13.01.2020

Neuaufstellung für eine Traditionszeitschrift

GRUR Int. startet mit überarbeitetem Konzept ins neue Jahr: Die Zeitschrift heißt nun „GRUR International“ und erscheint ausschließlich in englischer Sprache. Artikel werden gestützt auf ein unabhängiges Peer-Review-Verfahren ausgewählt.

Cover der neuen GRUR International
Die erste Ausgabe der neuen GRUR International

Ein Pionier unter den internationalen Fachzeitschriften im Bereich des IP und des Wettbewerbsrechts richtet sich mit erneuertem Konzept verstärkt auf seine Zielgruppe aus: Die bereits 1952 erstmals erschienene Zeitschrift „Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht, Internationaler Teil" (GRUR Int.). Seit dem Jahr 1967 liegt die wissenschaftliche Verantwortung für die Zeitschrift in den Händen des heutigen Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb. Wirtschaftlicher Träger ist seit jeher die Deutsche Vereinigung für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR e.V.), die eine ganze Reihe von Schwesterzeitschriften verantwortet.


Während bislang trotz zunehmend englischsprachiger Inhalte Deutsch die Grundsprache geblieben war, erscheint die neue, im vollständigen Namen „GRUR International – Journal of European and International IP Law“ genannte Zeitschrift nun ausschließlich auf Englisch. Die erste Ausgabe im neuen Gewand ist am 8. Januar erschienen. Mit diesem Schritt wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Deutsch seine Rolle als Wissenschaftssprache in den von der Zeitschrift abgedeckten Rechtsgebieten gerade bei der jüngeren Generation immer mehr eingebüßt hat.


Das Grundkonzept der führenden internationalen und rechtsvergleichenden Zeitschrift auf dem Gebiet des Immaterialgüterrechts bleibt jedoch unverändert. Nach wie vor veröffentlicht GRUR International einmal im Monat wissenschaftliche Aufsätze, Berichte, Mitteilungen, Buchbesprechungen und enthält vor allem einen ausführlichen Rechtsprechungsteil. Aufgearbeitet werden weiterhin Entwicklungen im Patent-, Urheber-, Marken-, Lauterkeits- und Kartellrecht, wobei ein besonderer Fokus auf Länder des Civil Law gelegt wird, in denen Englisch nicht Amtssprache ist. Namentlich durch die Übersetzung von wichtigen Entscheidungen aus solchen Jurisdiktionen wird die GRUR International eine Lücke schließen, indem sie den Austausch aktueller Informationen erheblich erleichtert.


Zeitgleich mit dem Wechsel zur ausschließlich englischen Sprache führt GRUR International ein unabhängiges Peer-Review-Verfahren ein. Das Team von Peer-Reviewern besteht aus rund 50 spezialisierten und besonders qualifizierten Fachleuten aus allen Kontinenten auf den unterschiedlichen Teilbereichen des IP- und des Wettbewerbsrechts. In der Zusammensetzung des Teams spielen nebst inhaltlichen Kriterien insbesondere auch geographische Gesichtspunkte und damit spezifische Kenntnisse der Reviewer im Hinblick auf verschiedene Länder eine wesentliche Rolle.


Die verlegerische Hauptverantwortung für die GRUR International liegt künftig beim international renommierten Verlag Oxford University Press (OUP), der auch den Vertrieb außerhalb der deutschsprachigen Länder übernimmt. Für Abonnenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt der C.H. Beck-Verlag für den Vertrieb der gedruckten Zeitschrift zuständig. Beide Verlage betreiben sodann unabhängige Onlineangebote, über welche einzelne Inhalte der GRUR International abgerufen werden können.


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