Veranstaltungsbericht  |  14.01.2022

RISE4 Workshop 2021 – Zwei Tage intensiver wissenschaftlicher Austausch für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Am 6. und 7. Dezember 2021 nahmen mehr als 40 internationale Nachwuchsforscherinnen und ‑forscher von über 30 Universitäten aus der ganzen Welt am 4. Research in Innovation, Science and Entrepreneurship Workshop (RISE4) teil.

Die zweitägige Veranstaltung wurde wieder von Promovierenden der Abteilung Innovation and Entrepreneurship Research unter der Leitung von Dietmar Harhoff organisiert, um jungen Forschenden die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeiten zu präsentieren und zu diskutieren.


Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage fand der diesjährige Workshop online statt. Dies war jedoch kein Hindernis, ein spannendes Programm zu bieten. Elf Promovierende präsentierten ihre Arbeiten zu den Themen “Economics of Innovation, Science and Entrepreneurship”. Jedem Vortrag folgte eine Diskussion mit erfahrenen Forscherinnen und Forschern. Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die inspirierende Keynote von Catherine Tucker, der Sloan Distinguished Professorin für Management Science and Marketing an der MIT Sloan School of Management.


Der Workshop wurde mit einer Session zum Thema Entrepreneurship eröffnet. Der erste Vortrag war Forschungsergebnissen zu Ausbildungsprogrammen für Jungunternehmer mit Wachstumspotenzial im Kontext eines Entwicklungslandes gewidmet. Der zweite Vortrag befasste sich mit dem Verständnis von probabilistischem Denken im Unternehmertum und den Auswirkungen der Anwendung einer wissenschaftlichen Methode zur Entscheidungsfindung in einem unternehmerischen und unsicheren Kontext.


Höhepunkt des ersten Tages war die Keynote von Catherine Tucker. Sie stellte Forschungsergebnisse zum Thema Datengetriebene Wirtschaft und Ungleichheit vor. Dies regte eine interaktive Diskussion darüber an, wie Daten einerseits zu Ungleichheit führen können und wie sie andererseits verwendet werden können, um Ungleichheit zu reduzieren.


Es folgte eine Session zum Thema Global Science. Zunächst wurde eine Arbeit über die Auswirkungen eines groß angelegten, staatlich geförderten Programms zur Rekrutierung herausragender Forschender auf die chinesische Forschungsproduktivität präsentiert. Ein weiteres interessantes Thema im Kontext von Global Science war eine Lebenszyklusanalyse zur Frage, wie die Migration von Forschenden sich auf die Entwicklung ihrer Forschungsinteressen auswirkt.


Der zweite Tag begann mit Einblicken in die Determinanten von Innovation in Unternehmen. Zum Auftakt des Workshop-Tages sprachen junge Forschende über Startups, Unicorns und den lokalen Pool an Erfindern ‒ sie zeigten, dass wachstumsstarkes Unternehmertum von der Verfügbarkeit des Humankapitals an hochqualifizierten Erfinderinnen und Erfindern abhängt. Ein zweiter Vortrag befasste sich mit der Frage, wie Metriken die Innovationsrate und -richtung in Unternehmen beeinflussen, was am Beispiel der Automobilsicherheit mittels Daten aus der US-Automobilindustrie gezeigt wurde.


Die nächste Session untersuchte das Thema Datenschutz und Innovation. Anhand von Daten aus dem Bereich des Mobile Gaming wurde die Frage erörtert, ob der Schutz der Privatsphäre von Nutzenden Innovationen in Plattform-Ökosystemen hemmt. Der Workshop beschäftigte sich anschließend mit Innovation im Zusammenhang mit datengetriebener Forschung und diskutierte die Konsequenzen, mit denen zu rechnen ist, wenn durch die Einbindung von Maschinellem Lernen in die Wissensproduktion nicht alle Schritte der Wissensproduktion nachvollziehbar werden ‒ dem sogenannten „Blackboxing“. Schließlich befassten sich Forschende mit den Determinanten von Ideenfindung und Innovation, indem sie Nachweise erbrachten, welche Rolle die Stärkung von Eigentumsrechten bei der Förderung neuer Ideen spielt, und stellten sich der Frage, ob Expertinnen und Experten sich durch das Begutachten von Forschungsprojekten neues Wissen aneignen.


Das komplette Programm mit allen Themen finden Sie hier sowie weitere Eindrücke auf Twitter unter #RISE4Workshop.


Die RISE Workshop-Reihe zielt darauf ab, eine ausgewählte Anzahl herausragender Forschungsarbeiten von Promovierenden und Junior Postdocs eingehend zu diskutieren, Feedback zu geben sowie sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Forschungsinstitutionen zu vernetzen. Dementsprechend bringt der Workshop junge Forschende aus der ganzen Welt mit Forschenden der Münchner Innovation Community zusammen.


Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, der Keynote-Sprecherin, den Diskutanten und Vortragenden für einen wirklich herausragenden RISE4 Workshop 2021. Unser besonderer Dank gilt allen, die so engagiert an der Organisation mitgewirkt haben, vor allem Svenja Frieß, Klaus KellerKathrin Wernsdorf und Ann-Christin Kreyer. Wir freuen uns bereits auf den RISE5 Workshop 2022 – dann hoffentlich wieder in Präsenz am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb im München.

Direktor Reto M. Hilty (r.) mit Staatsekretär Diego Hurtado
Verschiedenes  |  13.01.2022

Partnerschaften zur Optimierung des Immaterialgüterrechts in Lateinamerika

Im Rahmen der Initiative “Smart IP for Latin America” hat Direktor Reto M. Hilty am 27. Oktober 2021 eine Verein­barung zur Zusammen­arbeit mit dem argen­tinischen Ministerio de Ciencia, Tecnología e Innovación unter­zeichnet. Eine ähnliche Verein­barung für Kolum­bien ist in Vor­berei­tung. Ziel ist die gemein­same Durch­führung von Studien im Bereich des Immaterial­güter­rechts, insbesondere zum Technologie­transfer. Gefördert werden soll die lokale und regionale Ent­wicklung mit einer Konzen­tration auf Disziplinen und Bereiche, die positive soziale, öko­logische und pro­duktive Effekte versprechen.

Direktor Reto M. Hilty (r.) mit Staatsekretär Diego Hurtado
Direktor Reto M. Hilty (r.) mit Staatsekretär Diego Hurtado
Reto M. Hilty in Buenos Aires, Argentinien
Reto M. Hilty in Buenos Aires, Argentinien
Mitglieder des SIPLA-Teams und des Ministerio de Ciencia, Tecnología e Innovación
Mitglieder des SIPLA-Teams und des Ministerio de Ciencia, Tecnología e Innovación

Der SIPLA-Initiative liegt der Gedanke zugrunde, dass der Immaterial­güter­schutz einer Volks­wirt­schaft nur dann nach­haltigen Nutzen bringen kann, wenn die lokalen Markt- und Wett­bewerbs­bedingungen beachtet und die spezifischen Bedürf­nisse des betref­fenden Landes berück­sichtigt werden. Frei­handels­ab­kommen, die Länder in Latein­amerika ab­schließen, tragen dem oft zu wenig Rech­nung, zumal dann, wenn Vertrags­partner versuchen, die Inter­essen ihrer eigenen Indus­trien durch­zusetzen.


Im Zuge der Koopera­tionen soll nun konkret ermit­telt werden, welche An­pas­sungen des jeweiligen Rechts­rahmens tat­sächlich zur För­derung von Tech­nologie­transfer und zu lokalen Inno­vationen bei­tragen können. Dazu gehört auch genügend Flexi­bilität im digi­talen Kontext, etwa in der Form spezi­fischer Ausnahme­vor­schriften, die beispiel­sweise Text- und Datamining im Rahmen von Künst­licher Intelligenz erlauben.


Die Kooperations­partner wollen ihre Ergeb­nisse in unter­schied­lichen Text­formaten ver­öffent­lichen, beispiels­weise kurze Veröffent­lichungen zu aktuellen Themen, Zwischen­berichte zu strate­gischen Themen sowie umfang­reichere Sammel­bände. Die Forschenden werden sich u.a. in Workshops und Seminaren aus­tauschen und auch Ver­anstal­tungen orga­nisieren, in denen sie die Öffent­lich­keit über Ergebnisse informieren.


Entwicklung des Immaterialgüterrechts in Lateinamerika


In einem kürzlich erschienen Sammelband in Gedenken an den brasilianischen Rechtswissenschaftler Denis Borges Barbosa zeichnet das SIPLA-Team im ersten Beitrag des Buches die Entwicklung des Immaterialgüterrechts in Lateinamerika nach und gibt in einem Ausblick Hinweise darauf, welche Möglich­keiten diese Länder nutzen können, um ihre wirt­schaft­liche Ent­wick­lung zu fördern. Nament­lich die nationalen Gesetz­geber können gezielt Spiel­räume nutzen, die ihnen das inter­nationale Recht belässt.


Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass die Länder der Region das Poten­zial haben, bestehende Heraus­forderungen nicht nur zu übe­rwinden, sondern in spezi­fischen Sektoren durch eigene Inno­vation zur Lösung globaler Probleme beizutragen.
 

Über SIPLA


Smart IP for Latin America ist eine Forschungs­initiative des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb. Sie bietet ein neutrales Forum für den aka­demischen und rechts­politischen Diskurs über das Immaterial­güter- und Wett­bewerbs­recht in Latein­amerika. Wissen­schaft, Politik, Wirt­schaft und Öffent­lich­keit sollen auf der Basis un­partei­ischer und evidenz­basierter Grund­lagen­forschung infor­miert und beraten werden. Ziel ist es, die Verwirk­lichung des sozialen, kulturellen und wirt­schaft­lichen Poten­zials Latein­amerikas zu unterstützen.


Smart IP for Latin America wurde 2018 anlässlich einer ersten Konferenz in Santiago de Chile ins Leben gerufen, an der Vertre­terinnen und Vertreter aus Wissen­schaft, Politik, Industrie und Rechts­praxis teil­genommen haben. Ein Büro an der Universität von Buenos Aires – das „Observatorio“ – koor­diniert in enger Zusammen­arbeit mit dem SIPLA-Team am Institut in München seit 2019 die Forschungs­aktivitäten und Veranstal­tungen vor Ort. Dem Team steht ein hoch­karätig besetztes Beratungs­gremium mit wissen­schaft­lichen Ver­tretern aus ganz Latein­amerika zur Seite.

Personalie  |  10.01.2022

Drei Fragen an unseren neuen Forschungskoordinator Alexander Suyer

Seit November 2021 hat das Institut einen Forschungskoordinator. Die neue Stelle wurde mit Dr. Alexander Suyer besetzt, der auch Stabsaufgaben übernimmt. Wir stellen ihm drei Fragen, um ihn vorzustellen.

Dr. Alexander Suyer. Foto: Myriam Rion

Hallo Alexander, was ist denn eigentlich Dein fachlicher Hintergrund – und kennen wir Dich nicht schon irgendwoher?


Hallo, vielen Dank für das Interesse, mich als neuen Forschungskoordinator kennenzulernen.


Mich haben schon immer neue Technologien begeistert. Mindestens genauso spannend finde ich, wie sie als Innovationen ihren Weg in den Markt finden. Mein BWL-Studium an der TUM mit Schwerpunkten in Innovationsmanagement und Start-up-Finanzierung hat mir dazu profundes Fachwissen vermittelt. Vor allem aber habe ich in meinem Nebenfach Chemie den Austausch mit ganz anderen Disziplinen kennen und schätzen gelernt.


Und ja, viele Kolleginnen und Kollegen am Institut sind mir bereits bestens vertraut. Ich habe bei Dietmar Harhoff promoviert und ihn anschließend in wissenschaftlichen Projekten zur Beratung von Politik und öffentlichem Sektor unterstützt. Bei den meisten Themen habe ich dabei mit den rechtswissenschaftlichen Kolleginnen und Kollegen im Haus zusammengearbeitet.


Was macht man eigentlich genau als Forschungskoordinator?


Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut betreiben Grundlagenforschung zu Innovations- und Wettbewerbsprozessen und ihrer Regulierung ‒ das gemeinsame Fachgebiet verbindet sie alle. Gleichzeitig stellen sie sehr unterschiedliche Forschungsfragen und nutzen ein breites Spektrum an Methoden. Schließlich ist am Institut ja eine stattliche Zahl von Forschenden tätig.


Als Forschungskoordinator verschaffe ich mir laufend einen Überblick über die vielfältigen Forschungsthemen bei uns. Diese Vogelperspektive nutze ich, um die Forschenden immer wieder neu miteinander ins Gespräch zu bringen. Das kann ein kurzer Hinweis an einen Ökonomen sein, dass sich juristische Kolleginnen gerade mit einer ähnlichen Frage wie er beschäftigen. Das betrifft aber auch die Organisation der regelmäßigen Strategietagungen des Instituts. Vor allem aber heißt es, aktuelle Gelegenheiten für interdisziplinäre Projekte aufzugreifen und diese zum Ziel zu führen. Im Augenblick koordiniere und unterstütze ich beispielsweise eine neue Arbeitsgruppe, die sich zum Thema Nachhaltigkeit gebildet hat.


Zusammenfassend kann man sagen, ich helfe Kolleginnen und Kollegen dabei, sich zu vernetzen und gemeinsame Themen zu erkennen, bei denen die interdisziplinäre Zusammenarbeit besonders wertvoll ist.


Alexander Suyer über Alexander Suyer?


Wenn sich Forscherinnen und Forscher oft zusätzlich zu ihren Kernprojekten in interdisziplinären Arbeitsgruppen engagieren und dabei neue Perspektiven und Herangehensweisen kennenlernen, bedeutet das für sie persönlich in der Regel zwar einen Gewinn, fast immer aber auch zusätzliche Arbeit. Um sie dafür gewinnen zu können, hilft mir, dass ich selbst große Lust auf Neues habe, ausgesprochen gern mit Menschen kommuniziere und – zumindest nach Einschätzung meiner Frau – meistens ziemlich geduldig sein kann. Aber auch wenn ich ruhig und besonnen bin, vertrete ich Anliegen mit Nachdruck.


Im Leben außerhalb des Instituts fröne ich gerne meiner Tech-Leidenschaft, z.B. indem ich unserem Smart Home neue Tricks beibringe. Noch größer ist die Leidenschaft, Reisen zu planen – gerne auch mal für Freunde und Verwandte.


Zur Personenseite von Alexander Suyer

Ivz. Prof. Dr. Silke von Lewinski, Senior Research Fellow
Personalie  |  10.01.2022

Silke von Lewinski zum Vorstandsmitglied der VG Wort gewählt

Der Verwaltungsrat der VG Wort wählte auf seiner Sitzung am 7. Dezember 2021 Silke von Lewinski einstimmig als ein neues ehrenamtliches Mitglied in den Vorstand der Verwertungs­gesellschaft. Die promovierte Juristin war zuvor im Verwaltungs­rat ehrenamtlich bei der VG Wort tätig. 1991 war sie die erste Preis­trägerin des Heinrich-Hubmann-Preises der VG Wort.

Ivz. Prof. Dr. Silke von Lewinski, Senior Research Fellow
Ivz. Prof. Dr. Silke von Lewinski

Silke von Lewinski, Senior Research Fellow am Institut, entwarf für die Europäische Kommission den Vorschlag zur zweiten Richtlinie im Urheberrecht und erfand dafür das Modell des verwertungs­gesellschafts-gebundenen Direkt­vergütungs­anspruchs, das in 2021 auch in das UrhDaG zugunsten von Urhebern und Künstlern übernommen wurde. Sie war Mitglied der EG-Delegation bzw. Stell­vertretende Leiterin der deutschen Delegation bei den Diplomatischen Konferenzen der WIPO zum WCT/WPPT bzw. den Verträgen von Peking und von Marrakesch.


Silke von Lewinski hat mehrere Standard­werke zum internationalen und europäischen Urheber­recht veröffentlicht und unterrichtet seit vielen Jahren als Gast­professorin an zahlreichen Universitäten in den USA, China und Europa. Im Jahr 2020 wurde sie als »Izvanredne profesorice« (Außerordentliche Professorin) an die Rechtsfakultät der Universität Zagreb berufen.


Persönliche Webseite von Silke von Lewinski

Porträt von Direktor Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D.
Personalie  |  21.12.2021

Turnusgemäßer Wechsel der Geschäftsführung zum 1. Januar 2022

Zum 1. Januar 2022 wird Dietmar Harhoff, Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung “Innovation and Entrepreneurship Research”, turnusgemäß für zwei Jahre Geschäftsführender Direktor des Instituts.

Porträt von Direktor Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D.
Dietmar Harhoff, Geschäftsführender Direktor 2022/2023

Er folgt damit auf Josef Drexl, der seit 2020 Geschäftsführender Direktor war. Dietmar Harhoff ist seit 2013 Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und hatte bereits in den Jahren 2015/2016 die Geschäftsführung inne.

RISE Workshop Logo
Verschiedenes  |  23.11.2021

Das Programm ist da! − RISE4 Workshop

Am 6. und 7. Dezember 2021 findet am Institut der vierte „Research in Innovation, Science and Entrepreneurship Workshop“ (RISE4) von jungen Forschenden für junge Forschende statt (online). Das Programm des RISE4 Workshop 2021 ist jetzt verfügbar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten spannende Themen und ein anregender Austausch. 

RISE Workshop Logo

Der Workshop wurde erstmals 2018 von jungen Forscherinnen und Forschern organisiert und wendet sich an Promovierende sowie Junior Post-docs weltweit. Er bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Gelegenheit, Ihre Arbeiten zu präsentieren, Feedback von erfahrenen Forschenden zu erhalten und sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Forschungsinstitutionen auszutauschen. Die Keynote wird in diesem Jahr Catherine Tucker, Professorin für Management Science und Marketing an der MIT Sloan School und Vorsitzende des MIT Sloan PhD Program, gehalten.


Hier zum Programm (PDF).
Mehr auf der Website des RISE4 Workshop.

Michèle Finck, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, Universität Tübingen, Lehrstuhl für Recht der Künstlichen Intelligenz
Personalie  |  20.09.2021

Michèle Finck wird Professorin für Recht der Künstlichen Intelligenz an der Universität Tübingen

Michèle Finck hat als Professorin den neu geschaffenen Lehrstuhl für Recht der Künstlichen Intelligenz an der Universität Tübingen übernommen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die rechtlichen Implikationen der Künstlichen Intelligenz (KI), insbesondere mit Bezug auf Datenrecht und Daten-Governance. Fragen bezüglich KI und Nachhaltigkeit sowie Klimawandel stehen ebenso im Fokus des Lehrstuhls.

Michèle Finck, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, Universität Tübingen, Lehrstuhl für Recht der Künstlichen Intelligenz
Michèle Finck hat an der Universität Tübingen den Lehrstuhl für Recht der Künstlichen Intelligenz übernommen.

Ziel der Forschungsprofessur, die durch die Carl-Zeiss-Stiftung gefördert wird, ist ein interdisziplinärer Ansatz in Forschung und Lehre. Eine enge Zusammenarbeit etwa mit dem Tübinger Exzellenzcluster Maschinelles Lernen, dem KI-Zentrum und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme ist geplant. An ihrem Lehrstuhl möchte Michèle Finck ein Team aus inländischen und internationalen Expert*innen für rechtliche Fragestellungen der Künstlichen Intelligenz aufbauen. In einer ersten Phase wird es an dem Lehrstuhl fünf Promotionsstellen sowie eine Postdoc-Stelle geben.


Vor ihrer Berufung an die Universität Tübingen war Michèle Finck seit 2017 als wissenschaftliche Referentin am Institut in der Abteilung Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht bei Reto M. Hilty tätig. Ihre Forschungsarbeit richtete sie vor allem auf die Bereiche Daten(schutz)recht und neue Technologien, insbesondere KI und Blockchain, sowie Daten-Governance. Als Affiliated Research Fellow bleibt sie dem Institut auch weiterhin verbunden.


Michèle Finck hat 2015 an der Universität Oxford im Europarecht promoviert. Neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Referentin am Institut umfasst ihr beruflicher Werdegang unter anderem Stationen als Fellow an der London School of Economics, als Dozentin für Europarecht am Keble College der Universität Oxford, als Fellow am University College London sowie als Gastdozentin im Bereich Recht und Technologie an mehreren europäischen Universitäten.

Mor Bakhoum, Leiter Max Planck Partnergruppe, Max Planck Institut für Innovation und Wettbewerb, Université virtuelle du Sénégal, “Regulation of the data economy in emerging economies”
Verschiedenes  |  12.08.2021

Max Planck Partnergruppe im Senegal gegründet

Die Max-Planck-Gesellschaft hat die Einrichtung einer Max Planck Partner Group als Partner des Instituts an der Université virtuelle du Sénégal in Dakar bewilligt. Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Forschung zu Fragen des Datenzugangs und der Regulierung im Kontext nachhaltiger Entwicklung.

Mor Bakhoum, Leiter Max Planck Partnergruppe, Max Planck Institut für Innovation und Wettbewerb, Université virtuelle du Sénégal, “Regulation of the data economy in emerging economies”
Mor Bakhoum wird Leiter der neu gegründeten Max Planck Partnergruppe im Senegal.

Leiter der neuen Max Planck Partnergruppe wird Mor Bakhoum, der von 2009 bis 2018 als Senior Research Fellow am Institut tätig war und dem Institut seither als Affiliated Research Fellow verbunden ist. Darüber hinaus hält Mor Bakhoum am Munich Intellectual Property Law Center (MIPLC) weiterhin den Kurs “Competition Law in Emerging Markets” und betreut Masterarbeiten von Studierenden des MIPLC. Er leitet zudem die Doctoral School der Université virtuelle du Sénégal (UVS).


Der Partnergruppe, die ihren Sitz an der UVS hat, werden neben Mor Bakhoum als Leiter sieben Postdocs, zwei Promovierende und eine wissenschaftliche Assistenz angehören. Gemeinsam mit dem Team am Münchner Institut werden sie zu Fragen der Regulierung der Digitalwirtschaft und des Datenzugangs im Kontext nachhaltiger Entwicklung forschen. Geplant ist, Stellungnahmen und Publikationen zu veröffentlichen sowie Promovierende zu unterstützen, die an der UVS zu den Themen Daten und Digitalwirtschaft forschen. Die Forschungsaktivitäten innerhalb der Partnergruppe stehen in enger Verbindung mit dem Forschungsprojekt “Regulation of the data economy in emerging economies” des Instituts.


Die Max Planck Partnergruppen sind ein Instrument der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung von Nachwuchsforschenden in Ländern, die über wissenschaftliches Entwicklungspotenzial verfügen. Voraussetzung für die Einrichtung einer Partnergruppe ist, dass herausragende Nachwuchsforschende im Anschluss an eine Tätigkeit an einem Max-Planck-Institut in ihr Herkunftsland zurückkehren und dort an einem Thema weiterforschen, welches auch im Interesse des zuvor gastgebenden Instituts ist. Derzeit gibt es weltweit mehr als 70 solcher Partnergruppen.

Verschiedenes  |  28.07.2021

Call for Papers – RISE4 Workshop

Forscherinnen und Forscher, die beim “4th Research on Innovation, Science and Entrepreneurship Workshop” ein Paper präsentieren möchten, sind eingeladen, dieses bis zum 30. September 2021 einzureichen.

Bereits zum vierten Mal wird die zweitägige Veranstaltung von Promovierenden und Postdocs der Abteilung Innovation and Entrepreneurship Research unter der Leitung von Dietmar Harhoff organisiert, um jungen Forschenden die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeiten vorzustellen.


Ziel des RISE4 Workshops am 6./7. Dezember 2021 ist, eine ausgewählte Anzahl herausragender Forschungsarbeiten von Promovierenden und Junior Postdocs eingehend zu diskutieren, Feedback zu geben sowie sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Forschungsinstitutionen zu vernetzen.


Keynote Speaker des RISE4 Workshops ist Catherine Tucker (MIT & NBER).


Bitte senden Sie Ihre Einreichungen als PDF an rise_workshop(at)ip.mpg.de.


Zum Call for Papers

Zur RISE4 Workshop Website

Verschiedenes  |  21.07.2021

Ökonomische Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie – Diagnosen und Handlungsoptionen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina legt in einer neuen Stellungnahme eine Analyse der wirtschafts- und sozialpolitischen Situation in Deutschland angesichts neuartiger Herausforderungen durch die Pandemie vor und leitet daraus mögliche Vorgehensweisen ab, um den anstehenden Strukturwandel zu bewältigen. Dietmar Harhoff war als Experte beteiligt und widmete sich Fragen rund um Strukturwandel und Wirtschaftswachstum sowie nach der Leistungsfähigkeit staatlicher Organisationen.

In vier Themenblöcken werden dabei zunächst Diagnosen des Status quo vorgelegt, bevor anschließend spezifische politische Handlungsoptionen vorgestellt werden. Dabei gibt die Stellungnahme unter anderem Antworten auf folgende Fragen:


  • Wirkungen der Pandemie auf den wirtschaftlichen Strukturwandel: Unter welchen Bedingungen können vorhandene Wachstumspotentiale gehoben werden? 
  • Mögliche Folgen der Pandemie für die Verteilung von Wohlstand und die soziale Ungleichheit: Wie können Entscheidungsträger reagieren in den Bereichen Bildung und Weiterbildung, Förderung der Geschlechtergerechtigkeit und der Ausgestaltung des Netzes der sozialen Sicherung?
  • Grenzen der Leistungsfähigkeit staatlicher Organisationen in der Krise: Was sind ihre Ursachen und wie kann man diese beheben? 
  • Tragfähigkeit der Staatsfinanzen: Welche Reformoptionen gibt es für die nationale Verschuldung? Wie relevant sind Kommunalfinanzen und das Investitionsgeschehen nach der Pandemie? 

Mehr Informationen auf der Website der Leopoldina.


Direkt zur Stellungnahme.