Pedro Henrique D. Batista (links) bei der Preisübergabe mit Dr. Gert Würtenberger (GRUR)
Auszeichnung  |  20.10.2025

Pedro Batista erhält GRUR‑Dissertationspreis und Fakultätspreis für seine Arbeit zu genetischen Ressourcen und Patentrecht

Pedro Henrique D. Batista, wissenschaftlicher Referent am Institut, wurde gleich doppelt für seine Dissertation ausgezeichnet: Die Deutsche Vereinigung für gewerblichen Rechtschutz und Urheberrecht verlieh ihm den GRUR-Dissertationspreis 2025. Zudem erhielt er den Fakultätspreis der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Dr. Pedro Henrique D. Batista (links) mit Dr. Gert Würtenberger (GRUR) bei der Übergabe des GRUR-Dissertationspreises. Foto: Andreas Burkhardt
Dr. Pedro Henrique D. Batista (links) mit Dr. Gert Würtenberger (GRUR) bei der Übergabe des GRUR-Dissertationspreises. Foto: Andreas Burkhardt
Dr. Pedro Henrique D. Batista nach der Verleihung des Fakultätspreises in der großen Aula der LMU München.
Dr. Pedro Henrique D. Batista nach der Verleihung des Fakultätspreises in der großen Aula der LMU München.

Rechtlicher Rahmen für genetische Ressourcen

Genetische Ressourcen – etwa Gene von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen – spielen eine zentrale Rolle für Innovationen in biotechnologischen Bereichen, doch ihr Zugang ist häufig reguliert und mit Anforderungen zur Zustimmung des Herkunftslands und Vorteilsausgleich verbunden. Obwohl das internationale Recht – insbesondere die Biodiversitätskonvention und das Nagoya-Protokoll – die Einhaltung dieser Regeln durch ausländische Nutzer gewährleisten soll, bleibt der Vorteilsausgleich bislang weitgehend aus. Dies führt zu Konflikten, darunter zu umstrittenen patentrechtlichen Maßnahmen einiger Herkunftsländer, die bis zur Versagung des Patentschutzes reichen können.


In seiner Dissertation Das Recht an genetischen Ressourcen – Nagoya-Protokoll, Patentrecht und weitere regulatorische Optionen entwickelt Pedro Henrique D. Batista auf Grundlage einer präzisen methodischen Analyse konkrete regulatorische Optionen auf nationaler und internationaler Ebene, die einen wirksamen Schutz genetischer Ressourcen ermöglichen, ohne biotechnologische Innovation unangemessen zu hemmen. Dabei berücksichtigt er auch alternative Instrumente außerhalb des Patentrechts und aktuelle internationale Entwicklungen wie den neuen WIPO-Vertrag und die Debatten über digitale Sequenzinformationen.


Batistas Ergebnisse liefern Impulse für die internationale und nationale Regulierung genetischer Ressourcen. Sie schaffen eine Grundlage für faire Teilhabe, fördern Rechtssicherheit und verbinden den Schutz der Biodiversität mit den Anforderungen von Forschung und Wirtschaft.


GRUR‑Dissertationspreis

Der GRUR‑Dissertationspreis wird jährlich auf der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtschutz und Urheberrecht (GRUR) vergeben. Er zeichnet hervorragende Dissertationen in vier unterschiedlichen Kategorien aus, nämlich (i) Patent‑ und Gebrauchsmusterrecht, (ii) Urheber‑ und Medienrecht, (iii) Marken‑, Wettbewerbs‑ und Designrecht sowie (iv) Daten‑ und Informationsrecht. Batista erhielt den Preis in der ersten Kategorie.


Fakultätspreis der LMU München

Die Juristische Fakultät der LMU München verleiht ihren Fakultätspreis jährlich an besonders herausragende Dissertationen. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Fakultät die wissenschaftliche Exzellenz und den gesellschaftlichen Beitrag von Batistas Arbeit.


Das Max‑Planck‑Institut für Innovation und Wettbewerb gratuliert Pedro Henrique D. Batista herzlich zu diesen beiden Auszeichnungen.


Pedro Henrique D. Batista
Das Recht an genetischen Ressourcen – Nagoya-Protokoll, Patentrecht und weitere regulatorische Optionen 
GWR - Schriftenreihe zum gewerblichen Rechtsschutz

Postkarte mit Fotos von Haus und Umgebung der Max-Planck-Förderstiftung am Tegernsee
Auszeichnung  |  22.09.2025

Schreibstipendium für Liza Herrmann

Leben und arbeiten wie Max Planck im Sommerhaus des Physikers am Tegernsee: Was kann besser sein, als in der finalen Phase der Dissertation in Schreibklausur zu gehen? Liza Herrmann, Doktorandin am Institut, hat sich erfolgreich für ein Schreibstipendium der Max-Planck-Förderstiftung beworben und arbeitet im September in ländlicher Abgeschiedenheit an der Fertigstellung Ihrer Promotionsschrift.

Liza Herrmann in sonniger voralpenländischer Landschaft
Doktorandin Liza Herrmann. Foto: privat
Postkarte mit Fotos von Haus und Umgebung der Max-Planck-Förderstiftung am Tegernsee
Gruß vom Tegernsee

Liza Herrmann forscht dazu, ob Bots als Wettbewerbsbedrohung verstanden werden müssen und inwiefern sie durch den Gesetzgeber reguliert werden sollten. 


Dank der Max-Planck-Förderstiftung und ihren Förderinnen und Förderer können Max-Planck-Wissenschaftler*innen sich um ein Schreibstipendium für diesen wunderschön gelegenen Ort fast direkt am See bewerben. Und wo ließe es sich besser an einer wissenschaftlichen Arbeit wie einer Dissertation schreiben als am „Grundner“, wo der Quantenphysiker und Nobelpreisträger von 1885 bis 1943 jedes Jahr seinen Urlaub verbrachte?

Mit ein bisschen Glück treffen die Stipendiat*innen auch auf Gabriele Taylor, die Urenkelin von Max Planck, die dort das Dachgeschoss im ehemaligen Bauernhaus am Tegernsee bewohnt und die unteren Räumlichkeiten an die Förderstiftung vermietet. Das Haus ohne direkte Nachbarn gehört zur Gemeinde Bad Wiessee und ist zu jeder Jahreszeit geeignet, um sich in aller Ruhe wissenschaftlichem Arbeiten zu widmen: Rund 50 km südlich von München finden parallel bis zu drei Stipendiat*innen auf insgesamt 150 Quadratmetern, mit drei Arbeits- und drei Schlafzimmern sowie Gemeinschaftsräumen, Terrasse und Küche ausreichend Platz.

Informationen zum Schreibstipendium gibt es auf der Webseite der Max-Planck-Förderstiftung.
 

Dr. Moritz Sutterer. Foto: Tina Weber
Auszeichnung  |  19.03.2025

Moritz Sutterer mit Heinrich-Hubmann-Preis 2024 ausgezeichnet

Moritz Sutterer erhält für seine von Josef Drexl betreute Dissertation Das Kollisionsrecht der kollektiven Rechtewahrnehmung den Heinrich-Hubmann-Preis 2024 der VG WORT. Die Arbeit entstand zum größten Teil am Institut, wo Moritz Sutter von 2016 bis 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung von Josef Drexl tätig war.

Dr. Moritz Sutterer. Foto: Tina Weber
Dr. Moritz Sutterer. Foto: Tina Weber
Dr. Moritz Sutterer (2.v.l) eingerahmt vom Laudator Prof. Dr. Michael Grünberger, LL.M. (NYU) (1.v.l.), Prof. Dr. Josef Drexl, LL.M. (UC Berkeley) und Dr. Robert Staats, Vorstand VG WORT. Foto: Tina Weber
Dr. Moritz Sutterer (2.v.l) eingerahmt vom Laudator Prof. Dr. Michael Grünberger, LL.M. (NYU) (1.v.l.), Prof. Dr. Josef Drexl, LL.M. (UC Berkeley) und Dr. Robert Staats, Vorstand VG WORT. Foto: Tina Weber

Moritz Sutterer entwickelt in seiner Arbeit ein kollisionsrechtliches Konzept für grenzüber­schreitendes Handeln von Verwertungsgesell­schaften. Bisher wird dieses durch eine Vielzahl von Gegenseitigkeitsverträgen zwischen den einzelnen Verwertungsgesellschaften geregelt. In ihrer Begründung unterstrich die Jury, dass die Arbeit innovativ und zukunftsorientiert ist. Gerade im Hinblick auf die zunehmende Internationalisierung der Tätigkeit von Verwertungsgesellschaften käme Sutterers Arbeit eine besondere Bedeutung zu.


Während seiner Tätigkeit am Institut lagen die Forschungsschwerpunkte von Moritz Sutterer im Urheberrecht, Kartellrecht und Internationalen Privatrecht. Seine kollisionsrechtlichen Erkenntnisse brachte er in die Erarbeitung der “Kyoto Guidelines” der International Law Association zum Internationalen Privatrecht im Bereich des Immaterialgüterrechts ein. Seine Promotion erfolgte 2022 an der Ludwig-Maximilians-Universität. Heute arbeitet er als Rechtsanwalt in München.


Der Heinrich Hubmann Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der VG WORT vergeben. Die Preisverleihung am Freitag, 14. März 2025 fand im Rahmen des Symposiums des Instituts für Urheber- und Medienrecht zum Thema „Medien- und urheberrechtliche Herausforde­rungen künstlicher Intelligenz“ in München statt. Mit der Verleihung des Preises erinnert die VG WORT an ihr langjähriges Vorstandsmitglied Professor Dr. Heinrich Hubmann (1915–1989), der sich als Hochschullehrer und Autor zahlreicher Werke für das „Recht des schöpferischen Geistes“ eingesetzt hat. Er gilt als herausragender Gelehrter des deutschen Urheberrechts in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.



Sutterer, Moritz
Das Kollisionsrecht der kollektiven Rechtewahrnehmung
Abhandlungen zum Urheber- und Kommunikationsrecht, 65, Nomos; Stämpfli Verlag; C.H. Beck, Baden-Baden; Bern; München 2024, 555 S.
doi.org/10.5771/9783748943228

Dr. Rudolf Leška gratuliert Prof. Dr. Dr. h.c. Adolf Dietz zur Auszeichnung mit dem Jan-Löwenbach-Preis
Auszeichnung  |  17.03.2025

ALAI ehrt Adolf Dietz mit dem Jan-Löwenbach-Preis

Für seine großen Verdienste im deutsch-tschechischen Urheberrechtsdialog wurde Adolf Dietz am 14. März 2025 mit dem Jan-Löwenbach-Preis der tschechischen ALAI-Landesgruppe ausgezeichnet. Er ist der erste Preisträger dieses neu ins Leben gerufenen Preises.

Dr. Rudolf Leška gratuliert Prof. Dr. Dr. h.c. Adolf Dietz zur Auszeichnung mit dem Jan-Löwenbach-Preis
Dr. Rudolf Leška gratuliert Prof. Dr. Dr. h.c. Adolf Dietz zur Auszeichnung mit dem Jan-Löwenbach-Preis
Dr. Rudolf Leška gratuliert Prof. Dr. Dr. h.c. Adolf Dietz zur Auszeichnung mit dem Jan-Löwenbach-Preis.
Dr. Rudolf Leška gratuliert Prof. Dr. Dr. h.c. Adolf Dietz zur Auszeichnung mit dem Jan-Löwenbach-Preis.

In seiner Laudatio hob Dr. Rudolf Leška, Präsident der tschechischen ALAI, die große Bedeutung der Forschung von Adolf Dietz für die Entwicklung des Urheberrechts insbesondere in der damaligen Tschechoslowakei und in der späteren Tschechischen Republik hervor. Dietz bedankte sich mit dem Hinweis darauf, dass er in einem Festschriftbeitrag für Rehbinder das neue tschechische Urheberrechtsgesetz als „europäisches Spitzenprodukt“ bezeichnet habe.


Nach seinem Jurastudium in München und Paris promovierte Adolf Dietz 1966 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er 1967 auch sein zweites juristisches Staatsexamen ablegte. Von 1966 an war Adolf Dietz als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut (damals Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht) beschäftigt. Von 1972 bis 1978 war er als Referatsleiter, danach bis zu seiner Pensionierung 2001 als Forschungsgruppenleiter in der Abteilung Urheberrecht tätig. Als Experte für deutsches, europäisches und internationales Urheberrecht sowie für geistiges Eigentum der Länder Mittel- und Osteuropas und der Volksrepublik China veröffentlichte er zahlreiche Bücher und Zeitschriftenartikel auf diesen Gebieten. Nach seiner Pensionierung blieb er dem Institut bis heute als Affiliated Research Fellow verbunden. Neben zahlreichen weiteren Ehrungen, erhielt Adolf Dietz 1996 die Ehrendoktorwürde der Katholischen Universität Brüssel und 2002 das Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.


Mit dem Jan-Löwenbach-Preis erinnert die ALAI-Landesgruppe Tschechien an den Gründer der ersten tschechoslowakische ALAI-Gruppe. Der Urheberrechtsanwalt Jan Löwenbach war selbst als Musikschriftsteller und darüber hinaus kreativ tätig. Die von ihm 1926 gegründete Gruppe wurde 1939 durch die deutschen Besatzer aufgelöst. 2013 wurde ALAI-Landesgruppe Tschechien ins Leben gerufen. Die Skulptur für den Jan-Löwenbach-Preis hat der tschechische Designer und Glaskünstler Jakub Berdych geschaffen.

Bronwyn Hall bei der Ehrung zum Distinguished Fellow 2024 durch die American Economic Association
Auszeichnung  |  24.01.2025

Die American Economic Association ehrt Bronwyn H. Hall

Bronwyn H. Hall, Affiliated Research Fellow des Instituts und der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung in engem Austausch ver­bunden, wurde von der American Economic Association (AEA) als Distinguished Fellow 2024 ausgezeichnet. 

Bronwyn Hall bei der Ehrung zum Distinguished Fellow 2024 durch die American Economic Association
Bronwyn H. Hall bei der Ehrung zum Distinguished Fellow 2024 durch die American Economic Association. Foto: AEA

Hall ist Emerita Professor of Economics der University of California, Berkeley, und Research Associate des National Bureau of Economic Research (NBER). Die AEA würdigt neben Ihren herausragenden Beiträgen zur Innovationsökonomie auch Ihre Verdienste in den Bereichen Politikberatung und Mentoring. 


Mehr Informationen direkt in der Laudatio der American Economic Association.

Porträtfoto von Dominik Asam
Auszeichnung  |  16.01.2025

Sonderpreis der Deutschen Bundesbank für herausragende Abschlussarbeiten geht an Dominik Asam

Am 16. Januar 2025 wurde Dominik Asam für seine Abschlussarbeit, die sich am Beispiel generativer KI mit den Auswirkungen technologischer Schocks auf die Dynamik der Frühphasenfinanzierung von Startups befasst, mit einem Sonderpreis der bayerischen Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank ausgezeichnet.

Porträtfoto von Dominik Asam
Preisträger Dominik Asam
Reinhold Vollbracht, Präsident der Hauptverwaltung in Bayern der Deutschen Bundesbank mit dem Preisträger Dominik Asam
Reinhold Vollbracht, Präsident der Hauptverwaltung in Bayern der Deutschen Bundesbank, und Dominik Asam

Dominik Asam ist seit Oktober 2024 Junior Research Fellow und Doktorand in der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung des Instituts. Seine prämierte Masterarbeit hat er am Lehrstuhl für Innovationsökonomik der TU München bei Prof. Hanna Hottenrott verfasst. Er führt die Arbeit zum Forschungsthema am Institut in einem gemeinsamen Projekt mit David Heller, Assistant Professor an der Politecnico di Milano und Affiliated Research Fellow am Institut, fort.


Asam und Heller liefern neue Erkenntnisse darüber, wie technologische Veränderungen die Produktivität von Unternehmen beeinflussen. Neue universell einsetzbare Technologien haben das Potenzial, die Dynamik von Unternehmensgründungen grundlegend zu verändern. Die Autoren untersuchen dazu die Auswirkungen von Generativer KI (GenAI) auf die Dynamik der Start-up-Finanzierung. Sie stellen fest, dass die Produktivität von Start-ups durch die Ressource GenAI deutlich steigt. Dies zeigt sich daran, dass die Zeit bis zur Finanzierung im Durchschnitt um 20% kürzer ist im Vergleich zu Start-ups, die nicht von der neuen Technologie profitieren.


Die Autoren argumentieren, dass wertvolle, aber nicht exklusive technologische Innovationen eine Quelle für Wettbewerbsvorteile sein können, wenn Unternehmer sie als Ergänzung zu ihren bestehenden Fähigkeiten gezielt nutzen. Die Produktivitätssteigerungen sind besonders stark bei Start-ups, deren Gründer über mehr technologische oder managementbezogene Erfahrung verfügen. Das macht deutlich, wie entscheidend komplementäre menschliche Ressourcen sind, um den Wert von Generativer KI voll auszuschöpfen.


Der Sonderpreis der Hauptverwaltung in Bayern der Deutschen Bundesbank wird für hervorragende Abschlussarbeiten an ausgewählten bayerischen Universitäten in den Bereichen Geldpolitik und Bankenregulierung sowie barer und unbarer Zahlungsverkehr und Finanzstabilität vergeben. Die Auszeichnung wurde in den Räumlichkeiten der Deutschen Bundesbank in München verliehen und von Reinhold Vollbracht, dem Präsidenten der Hauptverwaltung in Bayern, vorgenommen.


Mehr bei SSRN:

Asam, Dominik; Heller, David (2024). Generative AI and Firm-level Productivity: Evidence from Startup Funding Dynamics. Available at SSRN: https://ssrn.com/abstract=4877505

Niccolò Galli während seiner Dankesrede am 9. November 2024 auf der Jahreskonferenz der LIDC in London.
Auszeichnung  |  29.11.2024

Niccolò Galli erhält Jacques-Lassier-Preis 2024

Am 9. November wurde Niccolò Galli auf der Jahreskonferenz der International League of Competition Law (LIDC) in London für seine Dissertation Patent Aggregation, Innovation and EU Competition Law mit dem renommierten Jacques-Lassier-Preis 2024 ausgezeichnet.

Niccolò Galli während seiner Dankesrede am 9. November 2024 auf der Jahreskonferenz der LIDC in London.
Niccolò Galli während seiner Dankesrede am 9. November 2024 auf der Jahreskonferenz der LIDC in London.
Niccolò Galli während seiner Dankesrede am 9. November 2024 auf der Jahreskonferenz der LIDC in London.
Niccolò Galli während seiner Dankesrede am 9. November 2024 auf der Jahreskonferenz der LIDC in London.

Niccolò Galli arbeitete zwischen 2017 und 2020 im Rahmen des EIPIN Joint Doctorate-Programms am Institut an seiner Promotion und wurde dabei von Prof. Dr. Josef Drexl und Dr. Beatriz Conde Gallego betreut. Seine Dissertation wurde im April 2023 gemeinsam an den Universitäten Augsburg und Maastricht verteidigt. Eine ausführliche Beschreibung der Doktorarbeit ist im Tätigkeitsbericht 2018–2020 zu finden. Derzeit ist Niccolò Galli Postdoktorand am European University Institute  und Lehrbeauftragter für Immaterialgüterrecht an der Universität Florenz.


Jacques-Lassier-Preis


Der 1982 ins Leben gerufene Jacques-Lassier-Preis ist dem Vermächtnis des ehemaligen Vorsitzenden der LIDC gewidmet und zeichnet herausragende Dissertationen im Bereich des Wettbewerbsrechts aus. Die Jury 2024 setzte sich aus angesehenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Fachleuten aus der Praxis zusammen, darunter Jules Stuyck, Florian Bien, Muriel Chagny, Pinar Akman und Pranvera Këllezi.


Die 1930 gegründete LIDC ist eine weltweite Vereinigung mit 18 nationalen Sektionen und über 800 Mitgliedern, die in Wissenschaft und Praxis tätig sind. Sie widmet sich der Förderung der Forschung in den Bereichen Wettbewerbsrecht, des Immaterialgüterrechts und Recht des unlauteren Wettbewerbs.

Weitere Informationen über den Jacques-Lassier-Preis und die Aktivitäten des LIDC finden Sie auf der offiziellen Website: LIDC Jacques-Lassier-Preis.



Direkt zur Dissertation:

Galli, N. (2023). Patent aggregation, innovation and eu competition law. [Doctoral Thesis, Maastricht University, University of Augsburg]. Maastricht University / University of Ausburg.
 https://doi.org/10.26481/dis.20230420ng 

Prof. Dr. Dr. h.c. Annette Kur
Auszeichnung  |  14.05.2024

Annette Kur in die IP Hall of Fame aufgenommen

Annette Kur wurde zusammen mit Jenny Lukander (Nokia), Shira Perlmutter (U.S. Copyright Office) und Klaus Grabinski (Bundesgerichtshof, Unified Patent Court) in die IP Hall of Fame aufgenommen. Diese Auszeichnung wird jährlich nur an vier Personen weltweit vergeben.

Prof. Dr. Dr. h.c. Annette Kur
Prof. Dr. Dr. h.c. Annette Kur

Der Preis, der seit 2006 von der IP Hall of Fame Academy verliehen wird und von der Plattform IAM entwickelt wurde, zeichnet Persönlichkeiten aus, die besonders dazu beigetragen haben, immaterielle Güter als einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des 21. Jahrhunderts zu etablieren. Preisträger sind unter anderen die früheren Direktoren am Institut, Friedrich Karl Beier und Joseph Straus.


Die IP Hall of Fame Academy setzt sich aus früheren, noch lebenden Mitgliedern der IP Hall of Fame und aus Personen zusammen, die aufgrund ihres anerkannten Fachwissens in Fragen des internationalen geistigen Eigentums für eine Mitgliedschaft vorgeschlagen wurden.


Annette Kur war von 1980 bis 2021 wissenschaftliche Referentin am Institut und ist seit 2021 dem Institut als Affiliated Research Fellow weiterhin eng verbunden. Ihr Forschungsfokus liegt auf europäischem und internationalem Marken- und Designrecht, auf der Überlagerung von Schutzrechten sowie auf Fragen der internationalen Zuständigkeit und des anwendbaren Rechts im Hinblick auf die Rechte des geistigen Eigentums. 2023 arbeitete sie federführend an der Stellungnahme des Instituts zum EU-Design Package.


Mehr bei World Trademark Review

Timmy Pielmeier im Lichthof der LMU mit dem Fakultätspreis
Auszeichnung  |  02.11.2023

Timmy Pielmeier erhält Fakultätspreis für seine Dissertation

Timmy Pielmeier ist für seine Dissertation zum Thema Die Konkurrenz von Urheberrecht und Lauterkeitsrecht im Binnenmarkt nach dem GRUR-Dissertationspreis nun auch mit dem Fakultätspreis der juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ausgezeichnet worden. Einen maßgeblichen Teil seiner Arbeit verfasste der Preisträger während seiner Zeit als Stipendiat am Institut.

Timmy Pielmeier im Lichthof der LMU mit dem Fakultätspreis
Timmy Pielmeier im Lichthof der LMU mit dem Fakultätspreis für seine Dissertation. Foto: fotomuc.de
Timmy Pielmeier (1.v.r) bei der Verleihung des Fakultätspreises mit dem Vorsitzenden des Alumnivereins der juristischen Fakultät an der LMU Prof. Dr. Hans-Georg Hermann (1.v.l.) und seinem Doktorvater Dekan Prof. Dr. Ansgar Ohly. Foto: fotomuc.de
Timmy Pielmeier (1.v.r) bei der Verleihung des Fakultätspreises mit dem Vorsitzenden des Alumnivereins der juristischen Fakultät an der LMU Prof. Dr. Hans-Georg Hermann (1.v.l.) und seinem Doktorvater Dekan Prof. Dr. Ansgar Ohly. Foto: fotomuc.de

Mit dem Fakultätspreis zeichnet die Juristische Fakultät alle Promotionen, die durchgehend in allen vier Bewertungseinheiten mit der Bestnote summa cum laude bewertet wurden. Die Auszeichnung erfolgt in Form einer Urkunde, die im Rahmen der akademischen Doktoranden- und Abschlussfeier zusammen mit der Promotionsurkunde feierlich durch den Dekan überreicht wird.


Zusätzlich zur Urkunde erhalten die Doktorand*innen seit 2013 eine durch den Alumni- und Förderverein extra dafür angefertigte Trophäe. Diese wird bei der akademischen Doktoranden- und Abschlussfeier durch den Vorsitzenden des Alumni- und Förderverein überreicht. Die Trophäe besteht aus einer Feinsilber-Münze mit einem Reinheitgrad von 99%. (Silber 999). In diese ist das Siegel der Fakultät, welches sich vom Siegel der LMU leicht unterscheidet, eingeprägt. 


Meldung zur Verleihung des GRUR-Dissertationspreises

Adepi – Associación para el dessarollo de propriedad intellectual
Auszeichnung  |  30.06.2023

Rechtswissenschaftliche Abteilung des Instituts wird mit dem Adepi-Preis 2023 ausgezeichnet

Die spanische Vereinigung für die Entwicklung des Geistigen Eigentums (Adepi – Associación para el dessarollo de propriedad intellectual) zeichnet das Institut mit ihrem diesjährigen Preis aus. Die Preisverleihung findet am 5. Juli im Palacete de los Duques de Pastrana in Madrid statt. Den Vorsitz führt der Minister für Kultur und Sport, Miquel Iceta.

Adepi – Associación para el dessarollo de propriedad intellectual
Adepi – Associación para el dessarollo de propriedad intellectual
Dr. Begoña Gonzalez Otero​​​​​​​ mit dem Schriftsteller und weiteren Preisträger Orlando Figes (links) und dem spanischen Minister für Kultur und Sport, Miquel Iceta
Dr. Begoña Gonzalez Otero​​​​​​​ mit dem Schriftsteller und weiteren Preisträger Orlando Figes (links) und dem spanischen Minister für Kultur und Sport, Miquel Iceta

In der Begründung für den Preis führt die Adepi an, dass die Abteilung für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht „zu den weltweit renommiertesten und wichtigsten Forschungszentren auf diesem Gebiet“ gehört.


Seit 2019 würdigt der Adepi Award die Arbeit von Einzelpersonen und Institutionen, die sich für den Schutz und die Entwicklung des Geistigen Eigentums im Allgemeinen und die kollektive Verwaltung von Rechten im Besonderen einsetzen, und zwar aus Bereichen wie Politik, Bildung, Wirtschaft oder Recht, und so zur Schaffung von Kultur auf faire und nachhaltige Weise beitragen.


Meldung auf der Webseite der Adepi


Aktualisierung:
Bei der feierlichen Preisverleihung am 5. Juli im Palacete de los Duques de Pastrana in Madrid nahm Begoña Gonzalez Otero stellvertretend für die Abteilung Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht des Instituts vom spanischen Minister für Kultur und Sport, Miquel Iceta, entgegen.