Verschiedenes  |  19.03.2021

Studentische Hilfskräfte (m/w/d) zur Datensatzaufbereitung gesucht!

Die Abteilung Innovation and Entrepreneurship Research sucht ab sofort Unterstützung bei der Datensatzaufbereitung. Bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen mit zuverlässiger und sorgfältiger Arbeitsweise, die gängige Office-Software (Word/Excel) sicher beherrschen, fundierte Deutschkenntnisse haben und während der Semesterferien in einem kurzfristigen konzentrierten Einsatz bei hochschulüblicher Bezahlung arbeiten möchten.

Zum Stellenangebot als PDF.

Direkt zur Online-Bewerbung.

Verschiedenes  |  08.02.2021

Call for Papers – Munich Summer Institute 2021

Forscher, die ein Paper präsentieren möchten, sind eingeladen, dieses bis zum 15. März 2021 online einzureichen.

From 7 to 9 June 2021, the Center for Law & Economics at ETH Zurich, the Chair for Technology and Innovation Management at TUM, the Chair for Economics of Innovation at TUM,  the Institute for Strategy, Technology and Organization at LMU Munich and the Max Planck Institute for Innovation and Competition will jointly organize the fifth Munich Summer Institute.


The Summer Institute will focus on three areas:

The goal of the Munich Summer Institute is to stimulate a rigorous in-depth discussion of a select number of research papers and to strengthen the interdisciplinary international research community in these areas. Researchers in economics, law, management and related fields at all stages of their career (from Ph.D. students to full professors) may attend the Munich Summer Institute as presenters in a plenary or a poster session, as discussants or as attendants. The Munich Summer Institute will feature three keynote lectures, 12 plenary presentations and a daily poster session (including a poster slam). The Munich Summer Insti-tute focuses on quantitative empirical research. Participation in the Munich Summer Institute is by invitation only. 


Keynote speakers are:

Paper submission procedure

Researchers who would like to present a paper are invited to submit their paper online until 15 March 2021. The Munich Summer Institute only considers pa-pers which have not been published or accepted for publication at the date of submission. Paper selections will be announced in late April 2021. The program of the Munich Summer Institute will be available in early May 2021. Final papers will be made available to conference participants on a public website, and are due on 15 May 2021. Researchers who would like to attend the Munich Summer Institute without giving a presentation should contact one of the organizers by 15 May 2021. 


Further information

More information is available at the MSI website. Any questions concerning the Munich Summer Institute should be directed to Stefan Bechtold, Jörg Claussen, Dietmar Harhoff, Joachim Henkel, Hanna Hottenrott or Tobias Kretschmer.

Veranstaltungsbericht  |  15.01.2021

RISE3 Workshop 2020 – Zwei Tage intensiver wissenschaftlicher Austausch für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Am 17. und 18. Dezember 2020 nahmen 40 internationale Nachwuchsforscherinnen und -forscher von über 25 Universitäten aus ganz Europa, den USA und Kanada am 3. Research in Innovation, Science and Entrepreneurship Workshop (RISE3) teil.

Bereits zum dritten Mal wurde die zweitägige Veranstaltung von Promovierenden und Postdocs der Abteilung Innovation and Entrepreneurship Research organisiert, um jungen Forschenden die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeiten zu präsentieren und diskutieren.


In Anbetracht der aktuellen globalen Gesundheitskrise fand der diesjährige Workshop online statt. Dies war jedoch kein Hindernis, ein spannendes Programm zu bieten. Elf Promovierende präsentierten ihre Arbeiten zu den Themen “Economics of Innovation, Science and Entrepreneurship” mit verschiedenen methodischen Ansätzen. Jedem Vortrag folgte eine Diskussion mit erfahrenen Forscherinnen und Forschern. Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die inspirierende Keynote von Rosemarie Ziedonis, Professorin an der Questrom School of Business der Boston University, und Sina Khoshosokhan, Assistenzprofessor an der Leeds School of Business der University of Colorado Boulder.


Am ersten Tag wurde der Workshop mit einer Session zu geistigen Eigentumsrechten mit Themen in den Bereichen Patente und Markenrechte eingeleitet. Es folgten zwei Sessions zu den Themenbereichen “Science of Science” sowie Individuen in der Wissensökonomie. Die Vortragenden präsentierten Forschungsergebnisse zur strategischen Gestaltung und Formulierung von Patenten, zur Frage ob eine konsequente Durchsetzung von Markenrechten vor Produktfälschungen schützen kann, zur Wirkung von staatlicher Förderung auf Folgeinnovationen sowie zu den Auswirkungen von freiwilligen Arbeitnehmervertretungen auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Der letzte Vortrag des Tages beleuchtete den Gender-Gap im Innovationsbereich, indem geschlechtsspezifisch unterschiedliche Reaktionen auf frühe Patentablehnungen analysiert wurden.


Höhepunkt des ersten Tages war die Keynote von Rosemarie Ziedonis und Sina Khoshoskhan. Sie stellten Resultate aus ihrem umfassenden Projekt “Forty Years of Research on Intellectual Property and Innovation: Dominant Themes and New Horizons” vor ‒ eine Zeitreise durch vierzig Jahre Forschung zu geistigem Eigentum und Innovation. Dies regte eine interaktive Diskussion darüber an, was wissenschaftliche Aufsätze interessant macht, wie sie die Zeit erfolgreich überdauern und was dazu führt, dass sie als bahnbrechend für die gesamte Disziplin gesehen werden.


Der zweite Tag bot interessante Einblicke in Themen rund um Firmenstrategien zur Gestaltung von Innovation, zu Übernahmen und Investitionen im Bereich Innovation sowie zu künstlicher Intelligenz und Innovation. Junge Forscherinnen und Forscher präsentierten Forschungsarbeiten zu globalen Innovationsstrategien multinationaler Unternehmen, Innovationseffekten von Killer-Akquisitionen und den Auswirkungen von Angel-Investments auf Innovation in Unternehmen. In der letzten Session konzentrierten sich die Forschenden auf die Frage, wer KI angesichts des unterschiedlichen Zugangs zu Rechenleistung prägt, sowie auf die Wachstumsbarrieren, auf die Unternehmen bei der Entwicklung von KI stoßen.


Das komplette Programm mit allen Themen finden Sie hier sowie weitere Eindrücke auf Twitter unter #RISE3Workshop.


Die RISE Workshop-Reihe zielt darauf ab, eine ausgewählte Anzahl herausragender Forschungsarbeiten von Promovierenden und Junior Postdocs eingehend zu diskutieren, Feedback zu geben sowie sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Forschungsinstitutionen zu vernetzen.


Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, Hauptrednerin und -redner, den Diskutanten und Vortragenden für einen wirklich herausragenden RISE3 Workshop 2020. Unser besonderer Dank gilt allen, die so engagiert an der Organisation mitgewirkt haben, vor allem Cristina Rujan, Timm Opitz, Kathrin Wernsdorf und Felix Poege. Wir freuen uns bereits auf den RISE4 Workshop 2021 – dann hoffentlich wieder in Präsenz am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb im München.

“International Conference on Trade Secret Protection“ Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb . Luc Desaunettes-Barbero
Veranstaltungsbericht  |  12.01.2021

“International Conference on Trade Secret Protection” – Neue Wege für Asien

Da der Schutz von Geschäftsgeheimnissen in Asien bislang wissenschaftlich wenig erforscht ist, hat sich das Institut im Dezember 2020 an der Organisation der “International Conference on Trade Secret Protection” in Taiwan beteiligt. Im Fokus des Programms standen insbesondere die Praktiken für den Geheimnisschutz in verschiedenen asiatischen Rechtsordnungen sowie das Modell der Europäischen Union.

“International Conference on Trade Secret Protection“ Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb . Luc Desaunettes-Barbero
Agenda der “International Conference on Trade Secret Protection”, die im Dezember 2020 in Taiwan stattfand.

Das Recht zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen – auch in Asien. Dennoch gibt es aus asiatischen Staaten bislang kaum systematische Untersuchungen dazu.


Um die verschiedenen regulatorischen Ansätze für den Geheimnisschutz vertiefter diskutieren zu können, hat sich das Institut als Mitveranstalter an der “International Conference on Trade Secret Protection” beteiligt, die im Dezember vergangenen Jahres gemeinsam mit der Singapore Management University, der National Taiwan University und der Taiwan Intellectual Property Law Association organisiert wurde. Die Teilnehmer konnten die Veranstaltung auch per Live-Stream verfolgen.


Im Fokus des Programms stand eine detaillierte Analyse von Gesetzgebung und Rechtsprechung in zehn asiatischen Staaten. Vertreten waren dabei sowohl Rechtsysteme, die in einer zivilrechtlichen Tradition stehen, wie die der VR China, Japans und Koreas, als auch solche, die auf der Common Law Tradition aufbauen, etwa Hongkong, Indien und Singapur. Diskutiert wurden unter anderem die Gültigkeit und der Umfang von Vertraulichkeits- und Wettbewerbsverbotsklauseln, die Beweislast für Geschäftsgeheimnisse und deren Verletzung sowie eine strafrechtliche Verfolgung bei der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen.


Um asiatischen Staaten als mögliche Orientierungshilfe in weiteren Gesetzgebungsprozessen zu dienen, stand zudem das Modell der Europäischen Union im Fokus der Veranstaltung. Luc Desaunettes-Barbero, der als Vertreter des Instituts online an der Konferenz teilnahm, gab einen Überblick über den Rechtsschutz von Geschäftsgeheimnissen in der Europäischen Union und verdeutlichte diesen anhand von praktischen Beispielen für die Umsetzung in einzelnen Mitgliedstaaten, insbesondere in Deutschland und Frankreich.

Porträt von Direktor Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D.
Personalie  |  23.12.2020

Dietmar Harhoff als Experte in den Bayerischen KI-Rat berufen

Zur Stärkung der Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz wird im Rahmen der Hightech Agenda Bayern ein landesweites Kl-Netzwerk über Bayern gespannt. Der Bayerische KI-Rat mit hochrangigen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft wird die Bayerische KI-Agentur, die am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) aufgebaut wird, fachlich beraten.

Porträt von Direktor Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D.
Dietmar Harhoff wurde als Experte in den Bayerischen KI-Rat berufen.

Um bestehende Kompetenzen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu bündeln, vernetzen und international sichtbar zu machen, wird am Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften eine Bayerische Kl-Agentur aufgebaut.


Die KI-Agentur soll landesweit Forschungsaktivitäten rund um Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Automatisierung verknüpfen. Um KI-Vorhaben und strategische Großprojekte voranzutreiben, wird die Agentur Partnerschaften unter Forschungseinrichtungen sowie mit Unternehmen und Organisationen schmieden. Durch das so entstehende Netzwerk werden innovative, smarte Anwendungen und Technologien aus dem wissenschaftlichen Umfeld einer breiten Nutzung zugeführt. Wichtiges Anliegen der KI-Agentur ist außerdem das Scouting von Spezialistinnen und Spezialisten in diesem Bereich. Für die Umsetzung dieser strategischen Ziele arbeitet die KI-Agentur eng mit dem KI-Rat zusammen.


Der fachlich beratende Bayerische Kl-Rat, der das Netzwerk auch nach außen repräsentiert, bildet ein ausgewogenes Spektrum von Vertreterinnen und Vertretern mit unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten aus bayerischen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus der Wirtschaft ab. Die 21 in Bayern ansässigen Mitglieder des KI-Rats wurden vom Wissenschafts-, Wirtschafts- und Digitalministerium berufen. Die konstituierende Sitzung des Rates fand am 22. Dezember 2020 statt.


Neue Technologien und Projekte für AI made in Bavaria


Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: „Künstliche Intelligenz ist eines der entscheidenden Zukunftsfelder für Fortschritt und Innovation. Die Kompetenzen auf diesem Gebiet sind in Bayern vielfältig und umfassend. Entscheidend ist, dieses große Potential bestmöglich zu nutzen. Mit dem KI-Rat wissen wir ein exzellentes Expertengremium an unserer Seite, das die wegweisende Arbeit unserer Forschungseinrichtungen unterstützt und national wie international noch sichtbarer macht. Mit dem KI-Rat und der KI-Agentur können wir die bayerischen Aktivitäten auf diesem Feld noch besser platzieren. Unser Anspruch ist es, als KI-Standort weltweit vorne mit dabei zu sein. Wir wollen die Zukunft mitgestalten, und zwar nach unseren eigenen ethischen Maßstäben und Ansprüchen.“


Den Vorsitz des Bayerischen KI-Rates führt Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin, Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence und Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz an der Technischen Universität München (TUM).


Er hebt hervor: „Der Mensch im Mittelpunkt der KI muss mehr sein als ein Leitthema: Er muss unsere Handlungsmaxime sein. Die KI sollte, eingesetzt als Werkzeug, helfen, unser Leben besser zu machen. Ich setze mich dafür ein, dass ausgehend von international sichtbarer Spitzenforschung KI-Technologien zum Nutzen der Menschen und der Gesellschaft entstehen – sei es in der Medizin, Arbeit oder Mobilität. Dies gilt vor allem auch im Einsatz der KI für die Bewältigung der globalen Fragen unserer Zeit: den demographischen Wandel und den Klimawandel.“


Co-Vorsitzende sind Prof. Dr. Dr. Fabian Theis vom Helmholtz-Zentrum München als Vertreter der außeruniversitären Forschung und Thomas Hahn, Chief Expert Software bei der Siemens AG und Präsident der Big Data Value Association (BDVA), als Vertreter der Wirtschaft.


Wichtige Impulse für eine zielgerichtete Politik


Der Bayerische KI-Rat soll zudem der Politik wichtige Impulse bei der strategischen Weiterentwicklung der KI-Aktivitäten in Bayern geben. Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D., Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, unterstreicht: „Künstliche Intelligenz ist eine der zentralen Zukunftstechnologien. KI-Forschung und KI-Anwendungen können durch kluge Maßnahmen weiter gestärkt werden – zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Der KI-Rat kann eine zentrale Rolle dabei spielen, Handlungsoptionen für eine zielgerichtete KI-Politik zu entwickeln.“


Die Gründung einer bayerischen KI-Agentur und eines KI-Rats ergänzt die bayerische KI-Strategie der Hightech Agenda Bayern und des Beschleunigungsprogramms Hightech Agenda Plus.

Heiko Richter, wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, wurde on als Infrastrukfür seine Dissertation „Informatitur – zu einem wettbewerbs- und innovationsbezogenen Ordnungsrahmen für Informationen des öffentlichen Sektors“ mit dem Humboldt-Preis 2020 ausgezeichnet
Auszeichnung  |  05.11.2020

Heiko Richter erhält Humboldt-Preis für seine Dissertation

Heiko Richter, wissenschaftlicher Referent am Institut, wurde für seine Dissertation „Information als Infrastruktur – zu einem wettbewerbs- und innovationsbezogenen Ordnungsrahmen für Informationen des öffentlichen Sektors“ mit dem Humboldt-Preis 2020 ausgezeichnet.

Heiko Richter, wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, wurde on als Infrastrukfür seine Dissertation „Informatitur – zu einem wettbewerbs- und innovationsbezogenen Ordnungsrahmen für Informationen des öffentlichen Sektors“ mit dem Humboldt-Preis 2020 ausgezeichnet
Heiko Richter hat für seine Dissertation den Humboldt-Preis 2020 erhalten

Für viele Menschen ist es im digitalen Zeitalter selbstverständlich geworden, Anwendungen wie Wetter-Apps, digitale Stadtpläne oder interaktive Karten über Infektionsverbreitung jederzeit nutzen zu können. Diese Angebote beruhen auf Daten, die öffentliche Stellen zur Verfügung stellen. Somit sind Informationen des öffentlichen Sektors im Alltag – oft unbemerkt von den Nutzerinnen und Nutzern – allgegenwärtig. Für die Stabilität und den Wohlstand einer offenen Wissensgesellschaft ist es entscheidend, dass diese Informationen im Grundsatz jedem zugänglich sind. Das zieht die Frage nach sich, wie Regeln ausgestaltet werden müssen, um eine bestmögliche Nutzung von Informationen des öffentlichen Sektors zu erzielen.


Dieser Frage geht Heiko Richter in seiner Dissertation mit dem Titel „Information als Infrastruktur – zu einem wettbewerbs- und innovationsbezogenen Ordnungsrahmen für Informationen des öffentlichen Sektors“ nach. Dabei führt er die öffentlich-rechtlichen Regelungen der Informationsweitergabe, das EU-Wettbewerbsrecht sowie das Immaterialgüterrecht in einem übergreifenden Infrastrukturansatz zusammen. Auf Basis dieses Ansatzes lassen sich konkrete Ordnungsrahmen für Informationen des öffentlichen Sektors wettbewerbs- und innovationsbezogen weiterentwickeln. Die Untersuchung schafft so einen neuen Wissens- und Reflexionsstand über die Rolle von Information für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat.


Abschließend gibt die Dissertation konkrete Handlungsempfehlungen, wie die EU und ihre Mitgliedstaaten das geltende Recht anpassen können, um die Funktionsbedingungen einer freiheitlichen Gesellschaft inmitten der digitalen Transformation zu schaffen und zu sichern. So schlägt die Untersuchung die Brücke von der rechtswissenschaftlich-interdisziplinären Grundlagenforschung zur Regelsetzung. Entsprechend sind ihre Ergebnisse für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den einschlägigen Rechtsgebieten ebenso relevant wie für rechtspolitische Entscheidungsträger.


Mit dem Humboldt-Preis würdigt die Humboldt-Universität zu Berlin jährlich zur Eröffnung des Akademischen Jahres ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeiten auf Universitätsebene. Rechtswissenschaftliche Untersuchungen wurden bislang vergleichsweise selten mit dem Preis bedacht. Die Arbeit wird 2021 im Mohr Siebeck Verlag erscheinen.


Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Humboldt-Preises 2020 finden Sie hier.

Josef Drexl, Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, ist Mitglieder der Data Governance Working Group der Global Partnership on Artificial Intelligence (GPAI)
Personalie  |  04.11.2020

Josef Drexl als Experte in die “Global Partnership on AI” berufen

Im Sommer dieses Jahres berief die Bundesrepublik Deutschland Josef Drexl als Experten in die neu gegründete Global Partnership on Artificial Intelligence (GPAI). Dort gehört der Geschäftsführende Direktor des Instituts der Arbeitsgruppe Data Governance an.

Josef Drexl, Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, ist Mitglieder der Data Governance Working Group der Global Partnership on Artificial Intelligence (GPAI)
Josef Drexl wurde als Experte in die Data Governance Working Group der Global Partnership on AI berufen.

Am 17. Juni 2020 wurde die “Global Partnership on Artificial Intelligence (GPAI)” von 14 Gründungsmitgliedern (Australien, Deutschland, der Europäischen Union, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Kanada, Korea, Mexiko, Neuseeland, Singapur, dem Vereinigten Königreich und den USA) ins Leben gerufen. GPAI geht auf eine gemeinsame Initiative von Kanada und Frankreich zurück, die diese während ihrer G7-Präsidentschaft (2018, 2019) entwickelt haben.


Ziel von GPAI ist es, im Geiste der Menschenrechte, demokratischer Werte, von Inklusion und Diversität den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu fördern, um damit einen Beitrag zu Innovation und Wachstum sowie zur Erreichung der UN-Ziele in Bezug auf nachhaltige Entwicklung zu leisten.


GPAI bildet dazu ein weltweites Multi-Stakeholder-Forum, in dem Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einschlägige Forschung vorantreiben und Empfehlungen für politische Entscheidungsträger ausarbeiten sollen. Dazu organisiert sich GPAI in verschiedene Arbeitsgruppen, die die folgenden Themen umfassen:
 

  • Responsible AI
  • Data Governance
  • The Future of Work
  • Innovation and Commercialization

Außerdem wurde kurzfristig eine Expertengruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Nutzung von AI zum Zwecke der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie beschäftigt.


Erste Ergebnisse der Data Governance Gruppe


Josef Drexl, Geschäftsführender Direktor des Instituts, wurde durch die Bundesrepublik Deutschland in die “Data Governance Working Group” berufen. Die Gruppe hat zum Auftrag, durch Forschung und Empfehlungen einen Beitrag dazu zu leisten, dass Daten im Einklang mit den genannten Zielen von GPAI gesammelt, genutzt, geteilt, archiviert und auch wieder gelöscht werden.


Die Arbeitsgruppen haben ihre Tätigkeit unverzüglich nach Gründung von GPAI aufgenommen. Die Data Governance Gruppe hat mittlerweile ein “GPAI Data Governance Framework” als Grundlage für ihre weiteren Arbeiten erarbeitet sowie die Erstellung eines Berichts zur Rolle von Daten für AI durch ein unabhängiges Forschungsinstitut auf den Weg gebracht. In einem nächsten Schritt sollen drei Untergruppen die technischen, institutionellen und rechtlichen Dimensionen von Data Governance in den Blick nehmen.


Administrativ wird GPAI durch ein bei der OECD in Paris angesiedeltes Sekretariat unterstützt. Die Koordination der Arbeitsgruppen erfolgt durch zwei eigens für diesen Zweck geschaffene Kompetenzzentren. Für die Data Governance Working Group ist dies das Centre for Expertise for the Advancement of Artificial Intelligence in Montreal.

Niccolò Galli, Doktorand am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb,hat den EPIP 2020 Young Scholar Award gewonnen
Auszeichnung  |  24.09.2020

EPIP 2020 Young Scholar Award für Niccolò Galli

Niccolò Galli wurde am 10. September 2020 mit dem EPIP 2020 Young Scholar Award in der Kategorie Recht ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für sein eingereichtes Paper über Patent-Aggregation in Europa.

Niccolò Galli, Doktorand am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb,hat den EPIP 2020 Young Scholar Award gewonnen
Niccolò Galli hat den EPIP 2020 Young Scholar Award gewonnen, Foto: EPIP
 EPIP 2020 Young Scholar Award Law Finalisten Niccolò Galli, Tamar Khuchua, Maurizio Crupi
Die Finalisten in der Kategorie Recht: Niccolò Galli (rechts oben) mit Tamar Khuchua (oben Mitte) und Maurizio Crupi (links unten), Foto: EPIP

Der Doktorand, der vom Institut im Rahmen des European Joint Doctorate-Projekts der EIPIN Innovation Society gefördert wird, hat den Award für sein Paper „Patent Aggregation in Europe: The Spotlight on Patent Licensing by Patent Aggregators” erhalten. Es wurde als bestes juristisches Paper bewertet, das von Promovierenden für die jährliche EPIP (European Policy for Intellectual Property) 2020 Konferenz eingereicht wurde.


In der Arbeit untersucht er die Lizenzierung von Patenten als wichtige Form von Patent-Aggregation sowohl aus rechtlicher als auch aus empirischer Sicht. Im Kern analysiert er das Lizenzgeschäft von Patent-Aggregatoren indem er mehrere Fallstudien nutzt, die sich auf direkte und sekundäre Datenquellen beziehen. Seine Erkenntnisse bringen Transparenz in die sonst oftmals schwer nachvollziehbare Lizenzierungsaktivität von Patent-Aggregatoren und schaffen eine Informationsgrundlage für akademische und politische Debatten über die Aggregation von Patenten.


EPIP ist eine internationale, unabhängige, interdisziplinäre Non-Profit Organisation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die aus einem Netzwerk entstanden ist, das von 2003 bis 2005 von der Europäischen Kommission finanziert wurde. Jedes Jahr bringt eine Konferenz Wissenschaftler und Fachleute aus der Praxis aus der ganzen Welt zusammen, die sich für die ökonomischen, rechtlichen, politischen und verwaltungstechnischen Aspekte von Immaterialgüterrechten interessieren.


Während des Treffens, das in diesem Jahr als Online-Konferenz stattfand, vergibt die Organisation zwei Young Scholar Awards in den Kategorien Recht und Ökonomie/Management für die besten Paper, die von Promovierenden eingereicht werden. Der EPIP-Vorstand bewertet dabei Einreichungen, die sich bereits im Peer-Review-Verfahren der Hauptkonferenz qualifiziert haben.

Verschiedenes  |  23.09.2020

Konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats der Bundesagentur für Sprunginnovationen in Leipzig

Dietmar Harhoff, Mitglied des Aufsichtsrats, betont, die Agentur werde bahnbrechende Forschung mit großen Anwendungsmöglichkeiten zielgerichtet fördern und radikale Innovationen auf den Weg bringen, die ein hohes Potenzial für eine marktverändernde Wirkung mit neuen Produkten, Dienstleistungen und Wertschöpfungsketten haben.

Dietmar Harhoff (1.v.r.) mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der SPRIND und Gründungsdirektor Raffael Laguna de la Vera (Mitte). Bild: SPRIND.

Im Juli 2019 hatte die Gründungskommission der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) unter Leitung von Dietmar Harhoff dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) empfohlen, den Softwareunternehmer und Open-Source-Pionier Rafael Laguna de la Vera zum Gründungsdirektor der Agentur zu ernennen. Die SprinD GmbH wurde am 16. Dezember 2019 mit Geschäftssitz in Leipzig gegründet. Alleinige Gesellschafterin ist die Bundesrepublik Deutschland (Bund), vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


Die Bundesagentur für Sprunginnovationen schließt eine Lücke in der deutschen Innovationslandschaft: Sie findet neue, bahnbrechende Technologien für die großen Herausforderungen unserer Zeit und stellt gleichzeitig sicher, dass die Wertschöpfung der daraus entstehenden Unternehmen und Industrien in Deutschland und Europa bleibt. Die SPRIND wird aus Mitteln des Bundeshaushalts finanziert.


In seiner ersten Sitzung am 22. September in Leipzig hat der Aufsichtsrat der Bundesagentur für Sprunginnovationen Herrn Dr.-Ing. E. h. Peter Leibinger (TRUMPF, Ditzingen) zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Frau Prof. Dr. Birgitta Wolff (Goethe-Universität, Frankfurt am Main) zu seiner Stellvertreterin gewählt. Der Aufsichtsrat besteht aus insgesamt bis zu zehn Mitgliedern, die sowohl den Bund als 100%ige Gesellschafterin repräsentieren als auch Expertise aus Wissenschaft und Wirtschaft in das Gremium bringen.


Dem Aufsichtsrat der SprinD GmbH gehören als weitere Mitglieder an:


  • Yasmin Fahimi, Deutscher Bundestag
  • Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D., Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb
  • Dr. Kristina Klas, Bundesministerium der Finanzen
  • Susanne Klatten, SKion GmbH
  • Ronja Kemmer (designiert), Deutscher Bundestag
  • Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Dr. Ulrich Nußbaum, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Maximilian Viessmann, Viessmann Werke GmbH & Co. KG


Peter Leibinger, Chief Technology Officer (CTO) und Stellvertretender Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG, unterstreicht: „Die Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung, angewandter Wissenschaft und innovativen Unternehmen sollte in Deutschland stärker ausgebaut werden. Das Potenzial unseres Landes schöpfen wir dann aus, wenn unsere Forschung auch zu marktfähigen Produkten, neuen Arbeitsplätzen und einem internationalen Wettbewerbsvorsprung in neuen Industrien führt. Die Bundesagentur für Sprunginnovationen kann dazu einen wirkungsvollen Beitrag leisten.“


Die Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Birgitta Wolff, erklärt nach ihrer Wahl zur stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden: „Wir geben mehr als drei Prozent unseres Bruttosozialproduktes für Forschung und Entwicklung aus und liegen damit an der Spitze in Europa. Mit SPRIND wollen wir eine belastbare Brücke aus der Wissenschaft in die Wirtschaft bauen – einen Treffpunkt für die herausragenden Köpfe in unserem Land, die die Zukunft nicht nur erdenken, sondern als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch unternehmerisch mitgestalten wollen.“


In der ersten Sitzung wurde bereits die Gründung einer ersten Projektgesellschaft beschlossen, die eine Sprunginnovation in der Erzeugung von Windenergie vorantreiben soll. Hiermit unterstützt SPRIND die Entwicklung von Höhenwindanlagen. Der am Boden liegende Generator des „Bendix-Windrads“ kann stärkere Winde voll nutzen, ohne den Generator zu überlasten, was die Leistungsfähigkeit konventioneller Windkraftanlagen derzeit einschränkt. „Das ist nicht nur technisch hochinnovativ, sondern auch volkswirtschaftlich erfreulich: Die Reduktion der Fertigungskosten senkt auch die Kosten pro erzeugter Megawattstunde massiv“, sagt Rafael Laguna de la Vera.


Weitere Innovationsprojekte befinden sich derzeit in der Validierungsphase. Bislang wurden knapp 300 Projektvorschläge eingereicht, die von einem Expert*innengremium geprüft werden.


Mehr Informationen unter:


Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND)

Silke von Lewinski, Senior Research Fellow am max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und außerordentliche Professorin an der Universität Zagreb
Personalie  |  27.07.2020

Außerordentliche Professur an der Universität Zagreb für Silke von Lewinski

Die Expertin für europäisches, internationales und vergleichendes Urheberrecht, Silke von Lewinski, ist Außerordentliche Professorin an der Universität Zagreb geworden.

Silke von Lewinski, Senior Research Fellow am max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und außerordentliche Professorin an der Universität Zagreb
Silke von Lewinski ist Außerordentliche Professorin an der Universität Zagreb geworden

Silke von Lewinski, Senior Research Fellow am Institut, wurde zur Außerordentlichen Professorin an der Rechtsfakultät der Universität Zagreb ernannt. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind das europäische, internationale und vergleichende Urheberrecht, einschließlich der Herausforderungen neuer Technologien. Ihre Tätigkeit am Münchner Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb wird sie weiter ausüben.


Silke von Lewinski ist Autorin und Mit-Autorin mehrerer Standardwerke, unter anderem der Monographie „International Copyright Law and Policy” (Oxford/OUP 2008, Chines. Ausg. 2017) und der Kommentare „European Copyright Law: A Commentary” (mit Walter, Oxford/OUP 2010) und „The WIPO Treaties on Copyright” (mit Reinbothe, 2. Aufl. 2015, OUP). Ihre zahlreichen Veröffentlichungen sind in mehr als 15 Sprachen erschienen. Zudem ist sie Präsidentin der ALAI (Association Littéraire et Artistique Internationale) Deutschland und Vizepräsidentin der ALAI.


Neben der Lehre am Munich Intellectual Property Law Center (MIPLC) arbeitete Silke von Lewinski als Gastprofessorin und Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten, etwa in Paris (Panthéon-Sorbonne, Sud), Toulouse, Madrid, Quebec, Montreal, Melbourne, Wuhan und Peking. Sie war zudem First Walter Minton Visiting Scholar an der Columbia University School of Law in New York, First Distinguished Visitor to the IP Research Institute of Australia und Hosier Distinguished Visiting IP Scholar an der DePaul University in Chicago.  


Als Rechtsexpertin der Europäischen Kommission entwarf Silke von Lewinski den Vorschlag für die Vermietrechts-Richtlinie und war Mitglied der EG-Delegation bei der Diplomatischen Konferenz der WIPO 1996 (Ergebnis: WCT, WPPT). Bei den Diplomatischen Konferenzen 2012 (Ergebnis: Vertrag von Peking) und 2013 (Ergebnis: Vertrag von Marrakesch) war sie Stellvertretende Delegationsleiterin für Deutschland. Seit 1995 war sie leitende Rechtsexpertin für Regierungen der mittel- und osteuropäischen sowie früheren Sowjetischen Staaten zu deren Urheberrechtsgesetzen. Insbesondere beriet sie 2003 die kroatische Regierung zum Urheberrecht, um den Weg zu deren EU-Beitritt zu ebnen.